Polizei nimmt fünf junge Männer fest

Aus Angst vorm Kickboxer geklaut

+

Offenbach - Nach umfangreichen Ermittlungen steht die Polizei in Offenbach vor der Aufklärung mehrerer in den vergangenen Monaten begangener Eigentumsdelikte.

Im Zusammenhang mit dem Raub von insgesamt acht hochwertigen Handys und einem Autodiebstahl nahmen die Beamten in den vergangenen Tagen insgesamt fünf Männer fest. Zwei der mutmaßlichen und teilweise geständigen Täter sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft. Als Drahtzieher sieht die Polizei einen 16-Jährigen an, der in den Akten der Ermittler als sogenannter Mehrfach- und Intensivtäter geführt wird. Nach vorliegenden Erkenntnissen hat der bekannte Kickboxer unter Androhung von Gewalt die anderen Verdächtigen genötigt, die Straftaten für ihn zu erledigen. Die Beute, meist wertvolle Smartphones, hat er weiterverkauft und die Erlöse für sich behalten.

Der 16-Jährige hielt sich bewusst im Hintergrund, da er im November 2013 wegen mehrerer Diebstähle und Unterschlagungen sowie einer räuberischen Erpressung zu einer Jugendstrafe von acht Monaten verurteilt worden war; diese zur Bewährung ausgesetzte Strafe wollte er nach eigenen Angaben nicht gefährden. Jetzt sitzt er doch in Untersuchungshaft. Der Festnahme des Kopfs der Bande ging zunächst die Verhaftung zweier 18 und 19 Jahre alter Männer am Dienstag vergangener Woche voraus. Die beiden Offenbacher standen nach einem Straßenraub Mitte April und einem Autodiebstahl im Februar im Fokus der Ermittler.

Gegen den 19-Jährigen, der ebenfalls als Intensivtäter gilt, wurde Haftbefehl wegen Wiederholungsgefahr erlassen, er landete in der Justizvollzugsanstalt in Wiesbaden. Der Mann benannte als Komplizen drei weitere Offenbacher, neben dem 16-jährigen Drahtzieher einen 14- und einen 19-Jährigen. Das Trio wurde kurz darauf festgenommen Der 14-Jährige räumte schließlich seine Beteiligung an zwei Raubüberfällen ein.

Spektakuläre und kuriose Raubüberfälle

Spektakuläre und kuriose Raubüberfälle

mad

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion