Sicherheit im Internet

Anne-Frank-Schule in Offenbach: Mit Spaß und Sicherheit im Internet

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Anne-Frank-Schule in Offenbach: Drei Kinder mit einem Tablet

Die Anne-Frank-Schule in Offenbach lädt Eltern und Kinder ein, gemeinsam über Mediennutzung zu sprechen

  • Die Anne-Frank-Schule in Offenbach hat einen Nachmittag für Sicherheit im Internet veranstaltet
  • Schüler und Eltern sollen über Gefahren und den richtigen Umgang im Internet geschult werden
  • Es geht um das Verhalten in Chat- und Videoportalen

Offenbach – Kurz vor Schließung der Schulen wegen der Corona-Pandemie hat die Schule noch ein besonderes Angebot parat: eine Beratung über Mediennutzung. Die ist nun aktueller denn je, denn da nun viele Kinder zuhause viel Zeit vor dem PC verbringen, sollten Eltern sicher sein, dass ihre Kinder über die Gefahren im Netz aufgeklärt sind. Etwa, dass es schlimme Folgen haben kann, persönliche Informationen einem Unbekanntem im Chat preis zu geben. 

Anne-Frank-Schule in Offenbach: Aufklärung über Gefahren im Internet für Schüler

Sechs Drittklässler und ihre Müttern haben Anfang März den Internet-ABC-Nachmittag absolviert. Los geht es mit einem Experiment: Jedes Paar logt sich unter einem Nickname in denselben Chat ein und verfasst dort Nachrichten. Zuvor hat jedes Team eine Rolle zugeteilt bekommen, wie sie sich verhalten sollen. Es entsteht Konversation, die prägt ist von pöbelnden, unsinnigen, informationsheischenden und provozierenden Nachrichten.

Anne-Frank-Schule in Offenbach: Schüler sollen sicheren Umgang im Internet lernen

Katharina Seckler vom Verein Blickwechsel, die die Veranstaltung leitet, ist die Schiedsrichterin des Chats. Sie blockiert die Nutzer, die beleidigen. Einen Schiedsrichter, in der Internetsprache Administrator genannt, gibt es in jedem Chatroom. Bis eine Nachricht gelöscht oder ein Nutzer gemeldet wird, kann jedoch einige Zeit vergehen. Die Medien- und Kulturpädagogin Seckler arbeitet mit Menschen vom Kindergarten- bis Seniorenalter und erklärt ihnen den sicheren Umgang mit dem Internet. 

Kinder der Anne-Frank-Schule in Offenbach sollen sich kritisch mit Internetkonsum auseinandersetzen

Die Anne-Frank-Schule hat bereits seit 2016 das Siegel Internet-ABC-Schule. Träger dieses Projekts sind unter anderem das Hessische Kultusministerium und die Hessische Landesmedienanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Letztere übernimmt die Finanzierung der Referenten von Blickwechsel. Ein wichtiger Ansatz dieses Nachmittags ist es, dass sich Kinder und Eltern gemeinsam mit ihrem Internetkonsum beschäftigen und anfangen, die jeweils andere Perspektive auf den Reiz der virtuellen Welt zu verstehen.

Anne-Frank-Schule in Offenbach: Regeln für Mediennutzung

Am Ende der Veranstaltung stellen sowohl die Mütter als auch die Kinder Regeln für die Mediennutzung auf –auch für die Eltern. Nicht nur Chats, auch Videoportale haben eine große Anziehungskraft auf Kinder. Dort kann jeder Videos hochladen und alle Inhalte ansehen. Aber auch Versionen für Kinder, wie Youtube Kids, sind nicht hundertprozentig sicher. 

Anne-Frank-Schule in Offenbach: Schüler sollen Umgang mit Videoportalen lernen

Es können zum Beispiel satirische Videos über Kinderserien falsch zugeordnet werden, sodass sie trotz Voreinstellungen von Filtermechanismen nicht als untauglich erkannt werden. Seckler spricht deshalb keine Empfehlung für solche Seiten aus, bezeichnet sie aber als bessere Alternative zu den uneingeschränkten Varianten für Erwachsene. Außerdem beschäftigen sich die Kinder mit dem Inhalt von Videos. Nicht alles darin ist echt, lernen sie am Beispiel von „Shaun das Schaf“. Um zu erkennen, wie aufwendig die Erstellung eines Videos sein kann, erstellen die Kinder mithilfe einer App und Tablets eigene kleine Videos mit Spielfiguren.

Von Theresa Ricke

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