Offenbacherin unter Verdacht des Medikamentenbetrugs

Frankfurt/Offenbach - Eine Offenbacher Apothekerin steht im Verdacht, gesetzliche Krankenkassen um mindestens 250.000 Euro betrogen zu haben.

Die 61-Jährige soll Rezepte über besonders teure Medikamente - wie solche zur Krebstherapie - abgerechnet, diese aber nie an Versicherte abgegeben haben. Die Apotheken der Frau, eine in Offenbach und eine Filiale in Frankfurt, seien heute durchsucht worden, berichtete die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt.

Außerdem hätten Ermittler die Wohnung der 61-Jährigen sowie neun weitere Wohnungen von Beschuldigten im Rhein-Main-Gebiet durchsucht. Über konkrete Ergebnisse konnte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, Günter Wittig, am Mittwoch noch keine Angaben machen.

Die Apothekerin soll seit Januar 2010 „von mehreren Beschuldigten in ganz erheblichem Umfang“ Rezepte über hochwertige Medikamente zu einem Teil des Rezeptwerts gekauft haben. Diese soll sie über ein Apothekenrechenzentrum bei gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet haben. Bei den Rezepten handelte es sich nach Angaben der Ermittler sowohl um Fälschungen als auch um Originale. Die Ermittlungen führt die im Oktober 2009 eingesetzte Zentralstelle zur Bekämpfung von Vermögensstraftaten und Korruption im Gesundheitswesen. Die Zentralstelle bei der Generalstaatsanwaltschaft ermittelt hessenweit.

dpa

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