Arbeiten an Carl-Ulrich-Brücke

„Es fehlen noch 80 Zentimeter“

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Offenbach/Mühlheim - Die neue Carl-Ulrich-Brücke zwischen Offenbach und Frankfurt lässt sich ganz schön feiern: Nach einer ersten Verschiebung der Verschiebung am Montag hat es auch gestern nicht ganz geklappt mit dem endgültigen Standort.

„Es fehlen noch 80 Zentimeter“, sagte Monica Bielesch von der Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil gestern Abend. Und diese 80 Zentimeter soll die Brücke erst heute früh bewegt werden; bis zum Mittag, so hoffen die Straßenbauer, ist sie dann da, wo sie hingehört. Hintergrund: Die Gleitfläche einer von vier Verschubbahnen, auf denen die Brücke bewegt wird, ist uneben geworden. Eine Stahlplatte soll Abhilfe schaffen, wird aber erst heute geliefert. An dem Termin für die Freigabe Ende November soll sich nichts ändern. Über die 230 Meter lange Brücke sollen künftig fast 20.000 Autos täglich rollen. Sie hat zwei vier Meter breite Fahrbahnen sowie zwei breitere Rad- und Fußwege. Die alte Brücke aus den 1950er-Jahren war marode geworden.

Zweifellos glücklich über die neue Brücke werden Pendler sein. Die derzeitige Sperrung ist an den Mainfähren zwischen Rumpenheim und Maintal-Bischofsheim sowie Mühlheim und Maintal-Dörnigheim abzulesen. Dort herrscht momentan ein Andrang, der die Kapazität der Fähren übersteigt. Das führt an beiden Ufern zu Wartezeiten bis zu einer halben Stunde, in Stoßzeiten auch mehr. Üblich sind zwischen zwei und fünf Minuten. Die Fähren brauchen jeweils etwa zehn Minuten für eine Strecke. Auf Rumpenheimer Seite, wo der Verkehr wegen beengter Straßenverhältnisse über einen kleinen Umweg abfließen muss, ist von Auswirkungen vor allem zu Stoßzeiten die Rede. Die Mühlheimer Fähr-Familie spricht von einem ganztägig gesteigerten Verkehrsfluss.

Verschiebung der Carl-Ulrich-Brücke

Verschiebung der Carl-Ulrich-Brücke

re/mcr

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