Zehn-Jahres-Tief bei Arbeitslosen in Offenbach

Offenbach (al) - Die Arbeitslosenzahlen sind sowohl regional als auch deutschlandweit im Februar leicht angestiegen.

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Offenbach kletterte die Erwerbslosenzahl gegenüber dem Januar um 65 auf 13 496 Personen; die Arbeitslosenquote verharrte bei 7,7 Prozent. „Trotz des Anstieges der Arbeitslosigkeit ist die Quote die niedrigste in einem Februar seit zehn Jahren“, sagte Regina Umbach-Rosenow, Pressesprecherin der Agentur für Arbeit Offenbach. „Anstiege sind bei den Beziehern von Arbeitslosengeld I zu verzeichnen; dagegen gab es im Bereich der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II) Rückgänge. Die Arbeitslosigkeit hat bei allen Personengruppen, mit Ausnahme der Frauen, zugenommen. Erstmals seit sechs Monaten gab es wieder ein Plus beim Bestand an gemeldeten Stellen“, so Umbach-Rosenow.

Während die Arbeitslosigkeit in den Geschäftsstellenbezirken abnahm, wurden in der Stadt Offenbach mehr Menschen ohne Job registriert. Im Bezirk der Hauptagentur waren laut Agentur im Februar 7 004 Personen arbeitslos, 2,8 Prozent mehr als im Januar und 1,7 Prozent mehr als im Februar 2011. Die Arbeitslosenquote in der Hauptagentur sei damit auf 11,5 Prozent gestiegen.

Ein Minus von 2,4 Prozent gegenüber Vormonat

In der Geschäftsstelle Rodgau waren den Angaben zufolge 3 863 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, dies bedeute ein Minus von 2,4 Prozent gegenüber dem Vormonat und gegenüber Februar 2011 ein Minus von zehn Prozent (430 Personen). Die Arbeitslosenquote habe bei 6,1 Prozent gelegen.

„Mit 2 629 Personen waren im Bezirk der Geschäftsstelle Seligenstadt exakt 30 Personen weniger arbeitslos als im Januar (minus 1,1 Prozent). Die Arbeitslosenquote fiel damit auf 5,1 Prozent. Im Vergleich zum Februar 2011 ergab sich eine Abnahme von 14,3 Prozent“, so die Offenbacher Agentur weiter.

Die Arbeitslosenzahlen in Hessen sind im Februar ebenfalls leicht angestiegen. Mit 186 399 Erwerbslosen meldete die Regionaldirektion der Agentur für Arbeit in Frankfurt den niedrigsten Februarwert für Hessen seit 1993. Im Vergleich zum Vormonat stieg die Zahl der Arbeitslosen um 0,5 Prozent, zum Februar 2011 ging sie um 6,1 Prozent zurück. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,1 auf 6,0 Prozent.

Vielerorts musste wegen strengen Frosts die Arbeit ruhen

Bundesweit waren im Februar 3 110 000 Menschen ohne Job. Das waren 26 000 Männer und Frauen mehr als im Januar, so die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg. Vielerorts habe wegen des strengen Frosts die Arbeit ruhen müssen. Binnen Jahresfrist sank die Arbeitslosenzahl jedoch um 203 000, wie die es weiter hieß. Auch die Arbeitslosenquote ging von 7,9 auf 7,4 Prozent zurück - im Vergleich zum Januar stieg sie allerdings um 0,1 Punkte an. Bundesweit handelte es sich um die niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Februar seit 21 Jahren.

BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise sagte: „Der Arbeitsmarkt zeigt sich robust. Die Arbeitslosigkeit ist allein aufgrund des frostigen Winterwetters gestiegen. Einzig die Nachfrage nach Arbeitskräften hat nachgegeben, liegt aber weiterhin auf hohem Niveau.“

Rubriklistenbild: © balzer

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare