Frankfurts Wirtschaftsdezernent rechnet mit baldiger Auftragsvergabe

Arena im Kaiserlei wird gebaut

Offenbach - Die Entwicklung am Offenbacher Kaiserlei wird mit Spannung beobachtet. Nicht nur der Umbau des wichtigen Verkehrsknotenpunktes der Region läuft auf Hochtouren – auch die Planungen für den Bau der Multifunktionshalle nehmen Fahrt auf.

Die Oberbürgermeister von Offenbach und Frankfurt sowie der Regionalverband Rhein-Main zeigten sich einig: Eine Multifunktionsarena an der Nahtstelle zwischen beiden Städten im Kaiserleigebiet habe große sportliche und kulturelle Bedeutung für die Region, hieß es bereits vor Monaten. Nun scheinen die Planungen in die heiße Phase zu gehen: Die Auftragsvergabe für die neue Halle soll möglicherweise noch dieses Jahr erfolgen, hieß es aus dem Büro von Frankfurts Wirtschafts- und Sportdezernent Markus Frank (CDU). Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet, Frank habe bei einer Veranstaltung in Frankfurt erklärt, „die Halle wird zu 100 Prozent gebaut. Ende des Jahres werden wir den Auftrag an einen der beiden Bewerber erteilen.“

Vorgesehen war zuletzt, dass Frankfurt und Offenbach jeweils ein 20 000 Quadratmeter großes Grundstück zur Verfügung stellen. Die Kosten für die Halle, die sowohl für Sport- wie für Showveranstaltungen geeignet sein soll und etwa 13 000 Zuschauern Platz bieten soll, werden auf etwa 150 Millionen Euro geschätzt. Der exakte Standort der Halle war noch unklar. Darüber soll der künftige Investor aus bautechnischen Gründen mitentscheiden. Am Bau interessiert sind Medienberichten zufolge die Anschutz-Gruppe, die unter anderem für das Staples Center in Los Angeles, die O2-Halle in London und den Bau der Mercedes-Benz-Arena in Berlin verantwortlich zeichnet, sowie Lagardere Sports, die die Frankfurter Commerzbank-Arena vermarktet.. Die steuerlichen Erträge der Arena sollten nach den letzten Absprachen im Verhältnis 50:50 zwischen Offenbach und Frankfurt geteilt werden.

Umbau am Kaiserleikreisel: Bilder von der Baustelle

Offenbachs Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD), Befürworter eines Hallenbaus am Kaiserlei, kommentierte das neue Signal aus Frankfurt mit einem Wort: „Endlich!“ Nach der letzten Sitzung der Lenkungsgruppe sei eine solche Entwicklung allerdings zu erwarten gewesen, so Schneider.

Alles zum Umbau des Kaiserlei-Kreisels lesen Sie auf unserer Themenseite

Der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach, Markus Weinbrenner, erklärte: „Wenn es, wie vereinbart, zu keinerlei Mehrbelastung durch Verkehr für Offenbach kommt und Frankfurt vollständig die Kosten für die Erschließung der Multifunktionshalle übernimmt, dann stehen wir dem Projekt wohlwollend gegenüber. Wünschenswert aus unserer Sicht ist, dass die Politik die Investoren dazu bringt, nicht nur die eigene Halle zu bauen, sondern auch das Umfeld kompatibel zum Masterplan für Offenbach mit zu entwickeln.“ (ad/psh)

Bilder: So soll der Kaiserleikreisel nach dem Umbau aussehen

Rubriklistenbild: © dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare