Rund 230 Mitarbeiter wechseln nach Erlangen, etwa 140 an den Standort Karlstein

Areva organisiert Schließung

+

Offenbach - Etwa zwei Drittel der Beschäftigten des angeschlagenen Kraftwerksspezialisten Areva in Offenbach haben sich entschieden, die Angebote für neue Stellen anzunehmen. Von Marc Kuhn

Rund 230 Mitarbeiter wechseln nach Erlangen, etwa 140 an den Standort Karlstein, wie unsere Zeitung aus Unternehmenskreisen erfuhr. „Insgesamt sind 551 Mitarbeiter von dem Transfer der in Offenbach angesiedelten Arbeitsplätze und der Schließung des Standortes betroffen.“ Rund 140 Beschäftigte haben demnach die Angebote abgelehnt. Etwa 30 haben das Unternehmen verlassen, rund 110 sind in eine Transfergesellschaft gewechselt. Für etwa 40 Mitarbeiter der französischen Firma ist noch keine Entscheidung gefallen. Die Zentrale von Areva Deutschland ist in Erlangen angesiedelt.

Lesen Sie dazu auch:

IG-Metall stimmt Areva-Sozialplan zu

Im April des vergangenen Jahres hatte das Unternehmen angekündigt, die Arbeitsplätze in Offenbach bis spätestens Mitte 2016 nach Karlstein und Erlangen verlagern zu wollen. Dort solle allen Angestellten ein Job angeboten werden. Die Verlagerung soll nach Angaben des Unternehmens Teil eines Plans zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Areva sein. Den Sozialpartnern wurde die Möglichkeit eingeräumt, ein Alternativkonzept zu erarbeiten. Dieses wurde aber von der Geschäftsführung im Sommer abgelehnt. Im Oktober einigten sich Arbeitnehmervertreter und Management auf einen Sozialplan für die Mitarbeiter. Der französische Kernkraftkonzern Areva war wegen der Folgen der Nuklearkatastrophe in Fukushima im März 2011 und technischen Problemen bei neuen Meilern wirtschaftlich unter Druck geraten. 2014 hatte Areva einen Rekordverlust von 4,8 Milliarden Euro verbucht.

Demo gegen Schließung von Areva in Offenbach

Kommentare