Areva stellt Pläne vor - Offenbach betroffen

Paris/Offenbach - Der französische Atomkonzern Areva hat die seit Wochen erwartete Veröffentlichung weitreichender Sparpläne für heute angekündigt. Das berichtete der Nachrichtensender Bloomberg gestern.

Der Handel mit der Aktie wurde in der Pariser Börse auf Wunsch des Unternehmens ausgesetzt, wie Areva mitteilte. Vor Wochen hatte Areva einen Strategieplan angekündigt, mit dem das Unternehmen auf den Atomausstieg in Deutschland und das Unglück von Fukushima regieren will.

Zuletzt hatten sich in den Medien Hinweise auf drastische Maßnahmen verdichtet. Den Berichten zufolge sollen zwischen 2700 und 2900 Jobs beim Spezialisten für Atomenergie wegfallen. Demnach könnten allein in Deutschland 1300 Stellen betroffen sein. Von dem Arbeitsplatzabbau sind nach früheren Medienberichten auch die Standorte Offenbach, Erlangen und Lingen betroffen. Energieminister Eric Besson hatte zudem in einem Radiointerview angekündigt, dass der Konzern voraussichtlich hohe Verluste melden werde. Das genaue Ausmaß werde Konzernchef Luc Oursel beziffern.

Im November hatte Besson mitteilen lassen, dass ein Stellenabbau bei Areva in Frankreich nicht geplant sei. Derzeit beschäftigt das Unternehmen weltweit rund 48.000 Menschen.

dpa/ku

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