Ausreichend Spenden für Hafen-2-Bauantrag

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So soll der neue Hafen 2 aussehen.

Offenbach (tk) - Der Bauantrag für das neue Domizil der Kulturgastronomie „Hafen2“ kann am morgigen Mittwoch eingereicht werden.

Der Verein Süßwasser hat den ersten Teil seiner von der Stadt verlangten Eigenmittel zusammenbekommen, davon 90.000 Euro binnen sechseinhalb Wochen an privaten Spenden (eine Liste findet sich unter www.hafen2. net). Die Frankfurter Wohnbaugesellschaft ABG hat als erste Bauherrin im Hafen jetzt 5000 Euro zugeschossen. 70.000 Euro kommen als Darlehen von einer Brauerei hinzu. Vereinssprecherin Andrea Weiß ist zuversichtlich, dass bis zum vorgesehenen Baubeginn am 16. Oktober die restlichen 170.000 Euro zusammen sind: „Der Fortbestand des Kulturzentrums Hafen 2 hat breiten gesellschaftlichen Rückhalt. “.

Das mit einem Café verbundene „Kulturzentrum und interdisziplinäre Plattform“ wurde einst im alten Lokschuppen der Hafenbahn als Zwischennutzung eingerichtet, hat sich aber inzwischen so etabliert, dass viele die Einrichtung halten wollen. Weil aber der Lokschuppen demnächst der Bebauung weichen wird, musste ein neuer Standort her. Der ist mit einem großzügig bemessenen städtischen Areal in der Nähe des Goetherings gefunden. In der Nachbarschaft befinden sich bereits die überregional angesagten privaten Disco-Clubs MTW und „Robert Johnson“.

Für den Neubau schießt die Stadtwerke Holding 500.000 Euro vor. Das soll dann über die Miete langfristig refinanziert werden. Für Oberbürgermeister Horst Schneider ist das gut angelegtes Geld. Am Nordring entstehen mit bald drei Clubs ein Magnet für die, wie die Spenderliste zeige, stark verflochtene Szene aus Frankfurt und Offenbach. Bedenken, die Stadt verschleudere durch kostenlose Einbringung ihres Grundstücks Geld, mag der OB nicht teilen: Die Fläche sei im Nutzungsplan als Grünbereich ausgewiesen, darum sei es illusorisch zu glauben, es werde sich jemand finden, der eine Million dafür zahle.

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