Alibi dank der Polizei

Offenbach (baw/tk) - Wasserdichter geht ein Alibi nicht. Der Hauptverdächtige für die 14 Autoaufbrüche am Donnerstag war zur Tatzeit bereits festgenommen.

Der 20-jährige Offenbacher wäre der Hauptverdächtige für die 14 Autoaufbrüche am Donnerstag in Offenbach gewesen. Da er zur Tatzeit aber bereits festgenommen war, müssen Kollegen von ihm auf Raubzug gewesen sein.

Dass der Offenbacher jetzt in Untersuchungshaft wanderte, ist Kriminalhauptkommissar Christian Klinger zu verdanken, der die bei verschiedenen Dezernaten vorhandenen Akten des jungen Mannes zusammenführte. Der 20-Jährige war seit 2009 immer wieder verschiedenster Delikte verdächtigt, aber nie für länger hinter Gitter geschickt worden. Insbesondere war er wohl als Automarder unterwegs gewesen.

Am Donnerstag klickten die Handschellen

Bei der Staatsanwaltschaft sind weitere Strafverfahren anhängig: 2009 soll er im Juni einen Lastwagen und im November mehrere Pkw aufgebrochen haben, im Mai 2010 dürfte er einen Kiosk und Packstationen ausgeräumt und einen Roller gestohlen haben. Am Donnerstag klickten die Handschellen. In einer ersten Vernehmung gestand er nicht nur, was ihm vorgeworfen wurde, sondern packte umfassend aus. Fahrräder und Motorroller habe er regelmäßig geklaut und „vertickert“, präzise erinnerte er sich an weitere Autoaufbrüche im September.

In Offenbach tätig wurde er nach 20 Monaten Haft, die er seit 2007 wegen verschiedener Diebstahlsdelikte abgesessen hatte. Nun sitzt er wieder - wegen offenkundiger Wiederholungsgefahr. Gefahndet wird nun nach den Tätern der gestrigen Einbruchserie.

Drei Aufbrüche in Bieber, die restlichen in der Innenstadt

Gestohlen wurden vorwiegend Navigationsgeräte, sowohl mobile als auch fest eingebaute. Aber auch eine Fotokamera und Bargeld fiel den Gaunern in die Hände. Drei Aufbrüche ereigneten sich in Bieber (In den Bruchgärten, Fritz-Erler-Straße, Im Birkengrund), die restlichen verteilten sich über die Innenstadt (Radfeld-, Blücher-, Untere Grenz-, Friedhof-, Rathenau-, Quer- und Heinrich-Heine-Straße sowie Glockengasse).

Die Polizei hat Spuren gesichert und hofft mit Hilfe von Hinweisen aus der Bevölkerung den Ganoven bald auf die Spur zu kommen: Tel.: 069 8098 1234.

Rubriklistenbild: © AP

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