Bertrugsverdacht

Polizei durchsucht Autohaus

Offenbach - Die Polizei hat heute die Offenbacher Filiale der „BMW Niederlassung Frankfurt“ durchsucht. Meherere Mitarbeiter des Autohauses stehen unter Betrugs-Verdacht.

Zweck der großangelegten Durchsuchungsmaßnahme war laut Polizei das Auffinden von Beweismitteln. Grundlage der Betrugsvorwürfe sollen Sachbeschädigungen an insgesamt 173 Fahrzeugen in der Zeit von Juni 2011 bis Juni 2012 gewesen sein.

Binnen Jahresfrist soll es in dem Autohaus insgesamt fünfmal zu nächtlichen Attacken auf 136 firmeneigene und 37 fremde Fahrzeuge gekommen sein, bei welchen jeweils der Lack der Fahrzeuge erheblich zerkratzt worden sein soll. Es besteht der Verdacht, dass unter Einschaltung von Mittelsmännern die Sachbeschädigungen von einigen der Beschuldigten in Auftrag gegebenen worden sind. Zudem liegen Anhaltspunkte dafür vor, dass zu den in Auftrag gegebenen Sachbeschädigungen, die zum Teil von jugendlichen Tätern ausgeführt worden sein sollen, nachträglich auf dem Firmengelände noch weitere Schäden an den Fahrzeugen verursacht wurden.

Schaden von über 1,5 Millionen Euro

Der Gesamtschaden aus diesen Sachbeschädigungen soll sich auf über 1,5 Millionen Euro belaufen. Den Ermittlungen zufolge soll es jedoch eine erhebliche Differenz zwischen den bezifferten Reparaturkosten gegenüber den Versicherungen und den tatsächlich aufgewendeten Mitteln für die Reparaturen gegeben haben. Durch diese Differenz sollen sich die Beteiligten mittelbar über erhöhte Bonus- und Leistungsprämien bereichert haben. Die in Anspruch genommenen Versicherungen sollen hierbei mit über 500.000 Euro geschädigt worden sein.

Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei richteten sich bislang gegen fünf Mitarbeiter des Autohauses, die vorwiegend in leitenden Positionen beschäftigt waren. Am Mittwoch durchsuchten die Beamten nicht nur das Autohaus, sondern auch die privaten Wohnhäuser und Wohnungen der Beschuldigten. Die Auswertung der sichergestellten Unterlagen werde allerdings noch geraume Zeit in Anspruch nehmen, hieß es.

Neben den Durchsuchungen vernahmen die Ermittler auch eine Vielzahl von Mitarbeitern, um Aufschluss zu erhalten, ob weitere Personen in die Betrügereien und Sachbeschädigungen involviert waren. Während des gesamten Zeitraums der Ermittlungen erhielten die Ermittlungsbehörden Unterstützung durch das Gesamtunternehmen, der „BMW Group“, dessen Ermittlungsdienst noch am Mittwoch umgehend gegen die unter Verdacht stehenden Mitarbeiter arbeitsrechtliche Schritte einleitete.

akr

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