Bäume wohl schuld an den Rissen

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Bereits im August 2011 waren die Wände des Hauses von Peter Koch von fingerdicken Rissen durchzogen, welche umfangreiche Abstützarbeiten erforderlich machten.

Offenbach - Die Stadt hat in einem Rechtsstreit mit Anwohnern der Fritz-Remy-Straße eine Schlappe erlitten: In der nächsten Woche – ab dem 7. Februar – werden die Bäume auf der Grünfläche entlang der Straße gefällt. Auch die 23 Stämme dort müssen entfernt werden.

Die Hainbuchenhecke, die den Grünstreifen einrahmt, bleibt erhalten. Die Fällung ist das Ergebnis eines Vergleichs zwischen der Stadt und den Grundstückseigentümern, der bereits Ende November vor dem Landgericht Darmstadt geschlossen wurde. Die Besitzer hatten in einem Eilverfahren von der Stadt verlangt, die Bäume zu entfernen. Das Gericht ist nach Einholung zweier neutraler Sachverständigengutachten der Ansicht der Antragsteller gefolgt, dass die städtischen Bäume Ursache für Risse an ihren Gebäuden sind. Für Anwohner Peter Koch ist wie berichtet die Lage so dramatisch, dass er seine vom Einsturz bedrohte Immobilie mehrfach für teures Geld hat abstützen müssen.

Der Zusammenhang zwischen den Bäumen und den Rissen wird seitens der Stadt Offenbach weiterhin hartnäckig bestritten. Ein von ihr bezahlter Gutachter kam zu dem Ergebnis, dass die Wurzeln der Pflanzen nicht für die Schäden an den Häusern verantwortlich seien.

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„Sollte sich im noch ausstehenden Hauptsacheverfahren herausstellen, dass die Bäume nicht der Grund für die Schäden an den angrenzenden Privatgrundstücken sind, haben die Kläger die Kosten für die Rodung sowie für eine adäquate Neubepflanzung zu übernehmen“, heißt es in einer städtischen Mitteilung.

mad

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