Erfolg für die Polizei

Bande von Profi-Dieben aufgeflogen

Offenbach - Einen 45 Meter langen Tunnel wie die Bankräuber in Berlin haben sie nicht gegraben, aber ansonsten soll eine Einbrecherbande in Stadt und Kreis Offenbach ihre Diebestouren ebenfalls äußerst akribisch vorbereitet haben.

Jetzt wurden die sechs Männer gefasst, wie Polizei und Staatsanwaltschaft gestern in Offenbach berichteten. Die deutschen Staatsbürger zwischen 27 und 46 Jahren seien am Dienstag bei einer groß angelegten Aktion eines Sondereinsatzkommandos in Offenbach festgenommen, ihre Wohnungen durchsucht worden. Ihnen werden „banden- und gewerbsmäßige Einbrüche in Wohnhäuser gehobenen Niveaus“ vorgeworfen. Die Täter seien dabei „präzise abgestimmt und professionell“ vorgegangen. Vier von ihnen sitzen in Untersuchungshaft, zwei sind wieder frei.

Zumeist hätten sich in den nach detaillierter Planung ausgesuchten Häusern Tresore befunden, die aufgebrochen oder mitgenommen wurden, berichtete die Polizei. Aber auch Bargeld, Schmuck, Uhren und Münzen hätten die Diebe erbeutet. Um wie viele Fälle es geht, wie hoch die Beute ist, wo sie sich befindet und wo genau die Tatorte sind - all diese Fragen mochten Polizei und Staatsanwaltschaft unter Verweis auf die noch laufenden Ermittlungen nicht beantworten. Die Tatsache, dass die Staatsanwaltschaft früh an den Ermittlungen beteiligt war, lässt aber darauf schließen, dass es um hohe Summen geht und/oder viel kriminelle Energie im Spiel ist.

Dafür spricht auch der Bericht eines Augenzeugen der SEK-Aktion, wonach einer der Festgenommenen der bekannte Offenbacher Schwerverbrecher und „Ausbrecherkönig“ Gerald T. ist. Auch die Mittäter sind dem Vernehmen nach zum Teil in Hunderten von Fällen polizeibekannt.

re

Rubriklistenbild: © dpa

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