Bastion ist erheblich geschrumpft

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So soll der Platz zwischen Schlosspark und Kleingartenanlage gestaltet werden. Neu ist unter anderem die Ausführung in Sandstein anstelle von Beton. Heute befinden die Parlamentarier darüber.

Offenbach - Rumpenheim (mk) Nun kommt sie doch, die sogenannte Bastion, die keine mehr sein darf. Die „Platzgestaltung Mainufer/Mainuferdamm“ - so inzwischen die Bezeichnung - ist angedacht zwischen Schlosspark und Anlage des Obst- und Gartenbauvereins.

Nach Protesten der Rumpenheimer und der Parlamentarier fällt der neue Entwurf deutlich niedriger und 25 000 Euro kostengünstiger aus, zudem setzen die Planer auf Sandstein statt Beton. Der Zweck bleibt: Ein Ort, der Radler zur Rast, Passanten zum Blick auf den Main animieren soll.

Mit dem neu gestalteten Eingang zum Schlosspark kostet das 130 000 Euro. Jährliche Folgekosten (unter anderem Pflege durch den ESO): rund 15 000 Euro. 35 000 Euro steuert die Dachgesellschaft Regionalpark bei, den gleichen Betrag schießt das Land zu. Offenbar sind die Regionalparker aus der Schmollecke herausgetreten. Noch während einer Sitzung des Bauausschusses hieß es nach herber Kritik: „Dann machen wir lieber gar nichts...“

„Die Regionalpark-Route entlang des Kuhmühlgrabens zwischen Bürgel und Rumpenheim wird künftig viele Besucher anziehen.“ Die wolle man auf den „gartengeschichtlich interessanten Schlosspark aufmerksam machen“. Der Park bekommt zudem einen schönen Hintereingang, wirbt Oberbürgermeister Horst Schneider. Zurzeit befindet sich an der Ostseite des Rumpenheimer Parks lediglich eine Lücke im Zaun.

Nur wer den Park kennt, weiß, welch reizvolle Umgebung sich hinter den Hecken verbirgt. Künftig sollen zwei Sandstein-Säulen mit integrierten Sitzbänken den Ost-Eingang akzentuieren. Die Gestaltung orientiert sich an den vorhandenen Park-Entrees. Der Osteingang soll zwei Meter neben der derzeitigen Lücke entstehen und einen ersten Blick auf den Monopteros bieten. Am neuen Eingang sind Fahrradbügel und eine Info-Tafel vorgesehen.

Der neue Rast- und Aussichtsplatz wird dort angelegt, wo die Regionalpark-Route nach vielen Kilometern durch Feld, Wald und Wiese wieder auf den Main trifft. Von dort aus haben Besucher einen schönen Blick auf die Mainaue und auf den Fluss, versprechen die Planer. Der gepflasterte Platz ist für alle, die von der Clara-Grein-Straße aus entlang des Schlossparks kommen über eine zweistufige Treppe erreichbar. Von der anderen Seite aus ist ein barrierefreier Zugang über eine Rampe geplant. Acht Räder finden an speziellen Bügeln Platz.

Niedrige Mauern (85 Zentimeter) aus gespaltenen Sandsteinblöcken fassen den Platz ein. Ein Teil dieser Blöcke erhält Sitzauflagen aus Holz, die Bank an der Schlosspark-Seite wird mit Rückenlehne ausgestattet. Eine Hecke umfasst den Platz. Neben dem Rastplatz steht eine vier Meter hohe Stele, die bereits vom Mainuferweg aus zu sehen sein wird. An der Stele soll auf die Wegeführung der Regionalpark-Route hingewiesen werden. Auch ist geplant, den Fluss als literarisches Thema aufzunehmen.

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