Bau und Sanierung optimal finanzieren

Offenbach (ku) - Hauseigentümer, die im neuen Jahr Modernisierungsmaßnahmen planen, sehen sich leicht veränderten Förderbedingungen gegenüber.

So wird das KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen“, das einen Investitionszuschuss bis zu 2.500 Euro pro Wohneinheit auf die anfallenden Umbaukosten garantierte, ganz geschlossen und seit Januar nur noch in einer „abgespeckten“ Variante fortgeführt. Immobilienbesitzer, die auch künftig Sanierungsvorhaben oder Reparaturen günstig finanzieren möchten, sollten also stets nach Alternativen Ausschau halten.

Wie sieht ein ideales Finanzierungskonzept aus? Welche Zinserwartung besteht für 2012? Was muss aus steuerlicher Sicht bei der Immobilienfinanzierung berücksichtigt werden? Experten informieren Leser bei einer kostenlosen Telefonaktion am Donnerstag in der Zeit von 16 bis 18 Uhr. Am Telefon: Peter Napitupulu, Finanzierungsexperte vom Verband der Privaten Bausparkassen e. V. (069 85008279); Diplomkaufmann Alexander Ficht, Steuer- und Rentenberater (069 85008280).

Bausparvertrag mit attraktiven Spar- und Darlehenszinsen

Für die Finanzierung bietet sich beispielsweise der Bausparvertrag mit attraktiven Spar- und Darlehenszinsen an. Das Prinzip des Bausparens ist einfach: Der Bauinteressent schließt einen Vertrag über eine bestimmte Summe ab. Die Hälfte der Bausparsumme wird als Guthaben angespart und dafür erhält der Sparer die Guthabenzinsen. Die andere Hälfte kann bei Zuteilung als zinsgünstiges und sicheres Darlehen in Anspruch genommen werden. Wenn die Vertragssumme nach acht oder zehn Jahren ausgezahlt wird, steht für den Erwerb der eigenen vier Wände oder die Sanierung des Eigenheims mehr als das Doppelte dessen zur Verfügung, was angespart wurde. Das Besondere am Bausparen: Die Zinszusage ist unabhängig von den Entwicklungen und Schwankungen auf dem Finanzmarkt. Kein anderes Finanzprodukt bietet Hauseigentümern eine solche Zinssicherheit.

Für Reparaturen und die Modernisierung der Immobilie sollten frühzeitig Rücklagen gebildet werden. Wichtig ist die zeitige Kalkulation der Gesamtmaßnahmen in Form von verbindlichen Angeboten zur Vorlage bei der Bank oder Bausparkasse. Liegen ausreichend Eigenmittel vor, kann sich ebenfalls ein Darlehen rechnen. Ein optimales Finanzierungskonzept für Kauf, Neubau oder Sanierung einer Immobilie berücksichtigt somit neben den Anschaffungskosten auch die für Instandhaltung, Modernisierung und Umbau – nicht zuletzt mit Blick auf altersgerechtes Wohnen und Energieeffizienz.

Eine Energie- und Bauberatung

Eine Energie- und Bauberatung ist in jedem Fall sinnvoll, denn nicht zuletzt seit der Energieeinsparverordnung von 2009 sind Eigentümer verpflichtet, bei umfangreichen Reparaturarbeiten ihre Immobilie auch gleich energetisch auf den neuesten Stand zu bringen. Eine Bestandsanalyse durch einen Energieberater oder Architekten ermittelt den Sanierungsbedarf und berechnet das mögliche Energieeinsparpotential.

Der weiterhin niedrige Darlehenszins macht auch in diesem Jahr einen Immobilienkauf interessant. Sofern etwa 20 Prozent Eigenkapital zur Verfügung stehen und die Einkommensverhältnisse stabil sind, kann der Erwerb eines Eigenheims angedacht werden. In die eigenen vier Wände zu investieren, kann eine gute Entscheidung sein - auch als Geldanlage. Steuerlich sollte man ein paar Punkte im Blick behalten, wie zum Beispiel die Grund- und Grunderwerbssteuer.

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare