An den Eichen

Bauarbeiten in Offenbacher Neubauviertel sorgen für Ärger bei den Anwohnern

Ganz klar, hier sollen mal Fahrzeuge wenden. Aber mit der strittigen Buswendeschleife haben die Straßenbauarbeiten im Nordwesten des Wohngebiets An den Eichen nichts zu tun, beteuert Baudezernent Paul-Gerhard Weiß: „Es geht um die allgemeine Herrichtung der Verkehrsfläche.“
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Ganz klar, hier sollen mal Fahrzeuge wenden. Aber mit der strittigen Buswendeschleife haben die Straßenbauarbeiten im Nordwesten des Wohngebiets An den Eichen nichts zu tun, beteuert Baudezernent Paul-Gerhard Weiß: „Es geht um die allgemeine Herrichtung der Verkehrsfläche.“

Eine geplante Buswendeschleife im Neubauviertel An den Eichen in Offenbach sorgt für Unruhe. Die Anwohner fürchten unter anderem um die Sicherheit ihrer Kinder.

  • Seit Längerem gibt es Ärger um die Buswendeschleife im Neubaugebiet An den Eichen in Offenbach.
  • Anwohner des Neubaugebiets in Offenbach fürchten um die Sicherheit ihrer Kinder.
  • Jetzt haben Bauarbeiten begonnen - allerdings nicht für die Buswendeschleife, sagt Stadtrat Paul-Gerhard Weiß.

Offenbach - Seit vielen Monaten ist sie das große Thema im Neubauviertel An den Eichen – die geplante Buswendeschleife am nordwestlichen Ende des Wohngebiets in Offenbach. So fürchten manche Anwohner um die Sicherheit ihrer Kinder*– in unmittelbarer Nähe gibt es ein Bolz- und einen Spielplatz. Auch der Fahrweg dahin widerstrebt ihnen, die dafür vorgesehene Ottilia-Carolina-Moufang-Straße sei zu schmal. Die Errichtung einer Ladestation für Elektrobusse an diesem Standort kritisieren sie ebenfalls, schlagen Alternativen vor.

Wie berichtet, hatte Baudezernent Paul-Gerhard Weiß den Anwohnern Gespräche zugesichert: Sie werden an den Planungen beteiligt, die Stadt werde auf sie zukommen. Da aber mittlerweile bereits an der Fläche gearbeitet und sie bald asphaltiert wird, flammt nun erneut die Befürchtung auf, übergangenen worden zu sein.

Stadtrat Weiß beruhigt: Arbeiten in Neubauviertel in Offenbach haben nichts mit Buswendeschleife zu tun

Paul-Gerhard Weiß beruhigt: „Es handelt sich um die allgemeine Herrichtung der Verkehrsfläche. Mit der Buswendeschleife haben die Arbeiten nichts zu tun.“ Weder werde dort aktuell eine Haltestelle hingebaut noch eine Ladestation. „Das, was gerade geschieht, ist von diesen Plänen abgekoppelt.“ Priorität habe die Fertigstellung des Wohngebiets – und dieser Wendebereich sei dort schon immer festgelegt gewesen. Dort könnten auch größere Fahrzeuge, etwa vom ESO, bequem wenden. „Aber es ist auf jeden Fall ein verkehrsberuhigter Bereich, man kann es auch als Spielstraße bezeichnen“, erklärt Weiß. Das Verkehrsaufkommen sei dort nicht hoch, das Fahrtempo sei Schrittgeschwindigkeit, sodass die Sicherheit spielender Kinder nicht gefährdet werde.

Dass er bezüglich der weiteren Planungen das Gespräch mit den Anwohnern suche, gelte nach wie vor, betont der Stadtrat. „Aber es ist nicht zeitkritisch.“ Denn zunächst bleibt der Eibenweg die Endhaltestelle der das Neubaugebiet anfahrenden Buslinie 103. Für die Ladestation hat man bis auf Weiteres eine andere Lösung gefunden: Die Elektrobusse werden am Kaiserlei in Offenbach aufgeladen. Nach und nach, wenn die gesamte OVB-Flotte elektrifiziert wird, werden weitere Ladestationen benötigt. „Dann werden wir gern erneut mit den Anwohnern darüber diskutieren. Aber jetzt ist das Thema erstmal vom Tisch und alles weitere kann ganz in Ruhe entwickelt werden.“

Buswendeschleife in Neubaugebiet in Offenbach wird mit Fahrplanwechsel notwendig

Ab dem Fahrplanwechsel 2021 wird An den Eichen neben der Linie 103 die Linie 108 ihren Endpunkt haben. Dies wurde ebenfalls von der Stadt Offenbach als Argument für die Wendeschleife genannt, denn der Platz an der derzeitigen Endhaltestelle am Kreisel reiche nicht aus.

Von den Anwohnern vorgeschlagene Alternativstandorte am Parkplatz des Neuen Friedhofs oder am MAN-Gelände wurden in ersten Gesprächen zunächst ausgeschlagen, da sie aufgrund der Entfernungen zu den Wohnhäusern keine adäquate Anbindung darstellten. Zudem hat die Stadt Offenbach einen möglichen S-Bahnanschluss des Wohngebiets im Blick, an dem sie ebenso interessiert ist wie die Stadt Mühlheim, die ihre Polizeischule und ein geplantes Wohngebiet anschließen will. All dies gilt es zu beachten, bevor konkrete weitere Schritte An den Eichen unternommen werden. (Veronika Schade) *fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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