Rumpenheimerin bewässert öffentliches Grün

„Baumbepflanzung verwahrlost zusehends“

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Nach Wasser sehnen sich die Bäume an den heißen Tagen.

Rumpenheim - Urban Gardening, also Pflege von Grünflächen innerhalb der Stadt, ist ein Trend, dem viele Privatpersonen folgen. Die Rumpenheimerin Sigrid Wölfel beweist derzeit ebenfalls einen grünen Daumen – wenn auch nicht ganz freiwillig.

„Seit Wochen war der Bewässerungswagen nicht mehr im Einsatz“, beobachtet sie. Zumindest zu zwei Baumscheiben trage sie zurzeit täglich vier große Gießkannen Wasser vom Friedhof herbei. „Es ist mir unbegreiflich, weshalb dort erst nicht-resistente Pflanzen gesetzt und anschließend nicht gegossen werden.“ Sie betrachtet dies als „eine unfassbare Verschwendung von Steuergeldern“.

Die übrigen Baumscheibenbepflanzungen beispielsweise in den Straßen In der Tränk, Enkheimer Straße und Fechenheimer Straße verwahrlosten zusehends, kritisiert sie: „Die Triebe von zuvor gefällten Robinien haben riesige Stacheln und wuchern die Gehwege zu.“

Der Frühling 2015 war viel zu trocken

Ihr Appell an die Stadt: „Bitte erbarmen Sie sich und wässern Sie, auch die Unkrautentfernung wäre dringend wieder mal vonnöten.“ Während die Gärtner „in Heerscharen“ die großflächig angelegte Begleitbepflanzung am Mainzer Ring betreuten, würde die Bepflanzungen in den Stadtteilen vernachlässigt. „Das ist nicht nachzuvollziehen“, findet Wölfel. (vs)

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