Bombe auf A3 entdeckt und gesprengt

Baustelle ist eine Teststrecke

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Ein riesiges Loch nach der Sprengung der Bombe auf der A3.

Offenbach - Die A3 wird bis Oktober zurzeit zwischen Offenbacher Kreuz und Obertshausen auf einer Länge von 5,9 Kilometern saniert.

Viele Flickstellen, Risse, Spurrinnen und Durchbrüche: Der Streckenabschnitt zwischen dem Offenbacher Kreuz und der Anschlussstelle Obertshausen weist schon seit einiger Zeit erhebliche Schäden auf. Diese sollen jetzt behoben werden. Der Abschnitt ist mit durchschnittlich 133.000 Fahrzeugen am Tag eins der am stärksten belasteten Autobahnteilstücke in Hessen. „Eine große Herausforderung“ nennt die Verkehrsbehörde Hessen Mobil die Maßnahme. „Eine Baustelle in diesem Abschnitt einzurichten und möglichst so abzuwickeln, dass der Verkehr nicht zum Erliegen kommt, dafür bedarf es innovativer Ideen“, hieß es in einer Mitteilung der Behörde. Das Zauberwort dabei lautet „Wechselverkehrsführung“.

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Normalerweise stehen in Spitzenverkehrszeiten auf diesem A3-Abschnitt insgesamt acht Fahrspuren zur Verfügung: Denn bei Hochbetrieb werden neben den drei Spuren in jede Richtung die jeweiligen Seitenstreifen freigegeben. Während der Bauarbeiten ist es enger: Es gibt nur noch Platz für sieben Spuren. Das wollen die Planer durch flexiblen, am Verkehrsstrom ausgerichteten Einsatz der mittleren Spur ausgleichen. Morgens dient sie als zusätzliche Spur für den Verkehr in Richtung Frankfurt, nachmittags rollt Verkehr in die Gegenrichtung Würzburg. Über eine Anzeigetafel erfahren die Verkehrsteilnehmer, welche Fahrstreifen für welche Fahrtrichtung gerade frei sind. Hessen Mobil geht laut Medienangaben davon aus, dass durch die Wechselverkehrsführung während der Baumaßnahmen auf der A3 Autos und Lkw insgesamt 750.000 Stunden weniger im Stau stehen. Dadurch würden volkswirtschaftlich sechs Millionen Euro gespart. Die Verkehrsbehörde stützt sich dabei auf Berechnungen der Uni Bochum. 

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psh/dpa

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