FDP stärkt Schneider den Rücken

Offenbach - Pausenhof oder Wohnbebauung? Das Areal an der Beethovenschule ist und bleibt ein Reizthema. Für den Oberbürgermeister gibt’s beständigen Gegenwind von den Grünen und der Union. Derweil stärken die Liberalen Horst Schneider den Rücken.

Vor dem Hintergrund der dramatischen Finanzmisere der Stadt bezeichnet die FDP-Fraktion den Verzicht auf den Verkauf von Teilen des früheren Schulhofgeländes der Beethovenschule als „aus der Zeit gefallen“. Die „populistische Verweigerungshaltung“ von Grünen und CDU gefährde die Sanierung an anderen Schulen, da die Kommunalaufsicht (Regierungspräsident Johannes Baron, FDP, Anm. der Red.) für die Fortsetzung des Schulbauprogramms entsprechende Grundstücksverkäufe erwarte. Mit den finanziellen Auswirkungen des Klinikdesasters gebe es keinen Platz für die „Träumerei“, das abgetrennte Teilstück des ehemaligen Schulhofs nicht wenigstens teilweise für eine passende Bebauung zu verkaufen.

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„Selbst nach einer Bebauung des betreffenden Teilstücks wäre die Schulhofgröße weit über dem städtischen Durchschnitt und auch weit über den empfohlenen Standards in der Republik“, so Dominik Schwagereit, schulpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion. „Da wird etwas zum Problem hochgezogen, was in der Sache eigentlich keins ist.“ Die Stadtpolitik dürfe nicht dem Egoismus einer kleinen Gruppe zulasten der Kinder in vielen andern Stadtteilen frönen. Es wäre wünschenswert gewesen, wenn Oberbürgermeister Horst Schneider seine Verkaufsabsichten immer „offen und transparent“ geäußert hätte, so Schwagereit.

(mk)

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