Beethovenschule in Offenbach

Streit um Pausenhof geht weiter

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Die Fläche (rechts) ist vorhanden, einzig das Geld fehlt der Stadt zur Erweiterung des Schulhofs der Beethovenschule.

Offenbach - Elternbeirat und Initiative Beethovenschule widersprechen in einem offenen Brief Oberbürgermeister Horst Schneider, der angesichts der städtischen Finanzlage einer Erweiterung der Schulhoffläche zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine Absage erteilt hatte.

Die angespannte Haushaltslage der Stadt sei bereits absehbar gewesen, als die Stadtverordneten mit großer Mehrheit den Beschluss gefasst hätten, den Schulhof in vollem Umfang wieder herzurichten, schreiben der Schulelternbeiratsvorsitzende Ralph Holz und der Sprecher der Initiative Beethovenschule, Günther Eufinger.

Angesichts des von Schneider angestellten Vergleichs wehren die beiden sich gegen den „so geschürten Eindruck“, an der Beethovenschule herrschten luxuriöse Bedingungen für eine privilegierte Schülerschaft. Der Grundschulbezirk komme im Index bildungsrelevanter sozialer Belastung gleich nach der Humboldtschule und liege über dem Offenbacher Durchschnitt. „Der Mehrzahl der Kinder ergeht es wie ihren Offenbacher Altersgenossen in der Kernstadt: Sie haben zu Hause keinen Garten, sie haben nicht mal ausreichend Spielplatzfläche“, heißt es. Der Oberbürgermeister versuche mit dem Vergleich eine Neiddiskussion anzustoßen.

Im übrigen lasse Schneider unberücksichtigt, dass die Beethovenschule auf ihrem Weg zur Ganztagsschule die Freiflächen benötige. „Wir haben es mit einer Situation zu tun, in der ausnahmsweise mal Reserveflächen für echten Ganztagsbetrieb vorhanden sind. Hier könnte sich die Stadt die ausgesprochen bitteren Erfahrungen der Innenstadtschulen ersparen, an denen solche Flächen zum Ausbau schmerzlich vermisst werden“, schreibt die Schulgemeinde.

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Schließlich zweifeln die Unterzeichner an den Kosten für die Herrichtung der restlichen Fläche, die Schneider auf bis zu 300.000 Euro beziffert hatte. Der Oberbürgermeister wird deshalb aufgefordert, eine detaillierte und nachvollziehbare Berechnung vorzulegen. Im übrigen soll Schneider mitteilen, wann und wie er plant, den Beschluss der Stadtverordneten vom Juni 2012 umzusetzen.

(mad)

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