Würdevolles Begräbnis für Arme garantiert

Offenbach (al) - Auch Arme, Obdachlose oder Menschen ohne Angehörige haben Anspruch auf eine würdevolle Bestattung. In Offenbach ist dies über die sogenannte „Offenbacher Vereinbarung“ geregelt, wie Oliver Gaksch von der ESO Offenbacher Dienstleistungsgesellschaft mbH unserer Zeitung mitteilte.

Bis Anfang 2009 sei es üblich gewesen, dass mittellose Menschen ohne Angehörige, für deren Beisetzung das Ordnungsamt zuständig war, auf dem Alten Friedhof in Offenbach beerdigt wurden. Die Urnen der Verstorbenen seien in einer anonymen Sammelgrabstätte beigesetzt worden. „Vor dem Hintergrund einer würdigen Bestattung finden diese Beisetzungen nun individuell auf einem Offenbacher Stadtteilfriedhof mit dem Ziel, die Würde der Menschen zu wahren, statt“, so die ESO.

Bestattungen inklusive Trauerfeier würden durch Spendengelder finanziert. Die Urne des Verstorbenen werde in einem Urnenrasen-Dauergrab beigesetzt, es handele sich hierbei um Grabstellen mit Grabplatte. Die Nutzungskosten sowie die Gravur des Steines erfolge aus dem Spendenfonds. Wie Gaksch weiter mitteilte, habe sich eine Arbeitsgruppe unter Beteiligung von Kirchen, den Friedhöfen und Ordnungsamt darauf verständigt, dass bei einem Sterbefall nicht nur das Ordnungsamt, sondern auch direkt die Kirchen informiert würden. „Bei Bedarf wird von dort ein Pfarrer benachrichtigt, um die Beisetzung durchführen zu können.“ Sollte ein Verstorbener keiner Kirchengemeinde angehören, werde dies ebenfalls von den beiden Dekanaten koordiniert.

Für die Pflege der auf dem Neuen Friedhof vorhandenen „Armengräber“ hat der Sozialdienst einen besonderen Dienst eingerichtet. Die Materialkosten würden ebenfalls durch Spenden finanziert, so die ESO. J al

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