Behelfsausfahrt zum Ring

Umleitungen ums ehemalige Schlachthofgelände

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Das Luftbild, welches uns der ESO zur Verfügung gestellt hat, ist angesichts der fortgeschrittenen Bebauung auf dem Schlachthofareal zwar nicht mehr das aktuellste. Der darauf eingezeichnete Verlauf der Kanalsanierung dagegen schon. Los geht’s am Hessenring (oben links), Schluss ist am Wendehammer der Erlenbruchstraße, wo eine Behelfsausfahrt zum Spessartring geschaffen wird (unten).

Offenbach - Autofahrer und Anwohner im und am ehemaligen Schlachthofgelände müssen sich demnächst auf massive Einschränkungen im Straßenverkehr einstellen. Der Stadtdienstleister ESO erneuert dort den Kanal. Die Arbeiten dauern fast ein Jahr. Von Matthias Dahmer

Wann es genau beginnt, vermag ESO-Sprecher Oliver Gaksch derzeit nicht zu sagen. Weil es zunächst noch vorbereitender Arbeiten bedarf, Abstimmungen mit der Verkehrsbehörde erforderlich sind und nicht zuletzt das Wetter eine nur schwer berechenbare Größe darstellt, will Gaksch sich gestern nur darauf festlegen: „Innerhalb der nächsten vier Wochen.“

Dafür geht es dann aber gleich richtig los: Zum Auftakt muss der Hessenring für vier bis sechs Wochen dicht gemacht werden. Die Umleitung verläuft über die Buchhügelallee, sagt ESO-Sprecher Gaksch.

Kanalrohre um die 100 Jahre alt

Die Arbeiten sind notwendig, weil die Kanalrohre in den betreffenden Straßen um die 100 Jahre alt und entsprechend marode sind. Insgesamt müssen etwa 600 Meter Kanal rund um das Schlachthof-Areal ausgetauscht werden. 1,1 Millionen Euro kostet der zwangsweise Ausflug in den Untergrund. Läuft alles planmäßig, sind die Kanalsanierer etwa elf Monate später am Wendehammer der Erlenbruchstraße, dem Bauende, angekommen.

Dort wird vorher für die motorisierten Anwohner von Schlachthofgelände und Erlenbruchstraße eine behelfsmäßige Aus- und Zufahrt geschaffen. Auch da kann Gaksch noch nicht genau sagen, wann das sein wird. Das hänge davon ab, wann und wo die regulären Zu- und Abfahrtswege durch die Kanalarbeiten versperrt sind.

Ampeln regeln den Verkehr

Nach dem Hessenring geht es an der Buchhügelallee weiter. Acht bis zehn Wochen sind dort für die Bauarbeiten veranschlagt. Die Allee ist in dieser Zeit halbseitig gesperrt, Ampeln regeln den Verkehr. Zum langen Schluss ist die Erlenbruchstraße bis zum derzeitigen Wendehammer dran.

„Die Arbeiten erfolgen in einzelnen Abschnitten“, erläutert ESO-Sprecher Gaksch. Die Auswirkungen auf den Verkehrsfluss würden von Abschnitt zu Abschnitt variieren, teilweise seien Vollsperrungen erforderlich. Straßen könnten während der Bauarbeiten von beiden Seiten jeweils bis zur Baustelle befahren werden. Und Gaksch verspricht: „Eine Erreichbarkeit der Grundstücke werden wir soweit wie möglich gewährleisten.“ Es werde aber auch der direkte Kontakt mit den bereits mit einem Schreiben informierten Anwohnern notwendig sein, um entsprechende Regelungen finden zu können.

Zum Pflichtprogramm bei derartigen Sanierungsmaßnahmen gehört zwecks Vermeidung von Rechtsstreitigkeiten, dass vor Beginn der Bauarbeiten eine Beweissicherung an den Fassaden der Gebäude vorgenommen wird. Dazu kann es erforderlich sein, dass ein Mitarbeiter des vom ESO beauftragten Ingenieurbüros die Grundstücke betreten muss, um eventuelle Risse oder Schäden dokumentieren zu können. Weiterhin kündigt der ESO stichprobenartige Erschütterungsmessungen zur Überwachung der Bauarbeiten an.

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