Festnahmen und Bußgelder bei abendlichen Kontrollen

Behörden setzen großes Aufräumen fort

Offenbach - Die Polizei hat am Mittwochabend mit Unterstützung weiterer Behörden ihre groß angelegten Kontrollen in der Stadt fortgesetzt.

Die dabei festgestellten Verstöße umfassen ein breites ordnungs- und strafrechtliches Spektrum, wobei die Beamten auch illegale Schrottsammler im Blick hatten. Insgesamt wurden bei der konzertierten Aktion 96 Menschen und 81 Fahrzeuge überprüft.

Aus polizeilicher Sicht standen am Ende sechs Strafanzeigen, es wurden drei Haftbefehle vollstreckt, und ein junger Marokkaner musste wegen Verdachts des illegalen Aufenthalts mit zur Wache. Die Beamten nahmen zudem einen Verdächtigen fest, der am vergangenen Samstag ein Handy gestohlen haben soll.

Gaststätten, Spielhallen, Immobilien

Seitens des Ordnungsamts und der Mainarbeit standen vor allem Gaststätten, Spielhallen, Immobilien und illegale Schrottsammler im Fokus. Jeweils fünf Gaststätten und Spielhallen wurden überprüft. In einer Spielhalle fand sich ein per Haftbefehl gesuchter Mann, bei Überprüfung der Kneipen sind neun Verstöße gegen die Spielverordnung festgestellt worden. Drei Geldspielgeräte wurden versiegelt. Die Verantwortlichen haben mit hohen Bußgeldern ans Ordnungsamt zu rechnen.

Bei Kontrollen von Liegenschaften an der Bismarckstraße und an der Luisenstraße kam es zu einer Verhaftung. Hohe Mieten für wenig Raum, baurechtliche Mängel und mangelhafte hygienische Verhältnisse sollen weitere behördliche Maßnahmen nach sich ziehen.

Nächtliche Treiben von Schrottsammlern

Auf das nächtliche Treiben von Schrottsammlern konzentrierten sich Ordnungsamt und Stadtpolizei. In den vergangenen Wochen hatten es einige Sammler besonders auf Altmetall abgesehen, das wegen der gestiegenen Rohstoffpreise derzeit dankbare Abnehmer findet – Verwertungserlöse, die dem städtischen Entsorger ESO entgehen. Bei der Observation eines Sperrmüllhaufens auf der Rosenhöhe konnte nach kurzer Zeit ein Schrottsammler beim Durchwühlen der Abfälle ertappt werden. Nachdem er das Metall in seinen Transporter geladen hatte, verhinderten die Beamten die Weiterfahrt. Gegen den Mann wurde ein Bußgeld in Höhe von 175 Euro verhängt.

„Die Zahl der Altmetallsammler hat sich erfreulicherweise seit den ersten Schwerpunktkontrollen der Ordnungskräfte deutlich reduziert“, bilanziert Polizeisprecher Henry Faltin. Alle beteiligten Behörden seien sich sicher, dass ihr gemeinsames Vorgehen die gewünschte Wirkung zeige. Daher sollen weitere Großkontrollen folgen.

mad

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