Vielfältige Angebote und differenzierte Gewerbestruktur.

Beirat wird Entwicklung im Senefelderquartier unterstützen

Das Areal südlich des Hauptbahnhofs und der südlichen Innenstadt zwischen Bismarckstraße und Geleitsstraße ist ins Förderprogramm „Soziale Stadt“ aufgenommen worden.

Offenbach - „Quartiersentwicklungsprogramm“ – das klingt nach ganz viel Theorie. Ist es auch. Zumindest am Anfang. Am Ende des Prozesses, der im vergangenen Jahr für das Senefelderquartier angeschoben wurde, soll indes nichts Geringeres stehen als ein lebenswerteres Viertel.

Das Planungsgebiet, das das Areal südlich des Hauptbahnhofs und der südlichen Innenstadt zwischen Bismarck- und Geleitsstraße umfasst, ist 2014 in das Bund-Länder-Förderprogramm „Soziale Stadt“ aufgenommen worden. In den nächsten zehn Jahren sollen dort Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfelds, der sozialen Situation und der Bedingungen für Gewerbe ergriffen werden. Bei den entsprechenden Planungen ist die Einbindung aller wichtigen Akteure vorgesehen.

Einer der ersten Schritte war vor wenigen Wochen die Gründung eines Beirats, der an der Umsetzung des Programms Hegiss (Hessische Gemeinschaftsinitiative Soziale Stadt) mitwirken soll. In das Gremium hat der Magistrat 20 Vertreter von Wohnungsbaugesellschaften, Kirchen, Wohlfahrtsverbänden sowie Verkehrsträgern und aus der Wirtschaft berufen. Sie sollen ihr Fachwissen in die künftige Entwicklung des Gebiets einbringen und die Planungen der Stadt sachkundig und kritisch begleiten.

Städtische Vertreter erläuterten in der konstituierenden Sitzung den aktuellen Stand der Bestandsaufnahme, die am Beginn des Planungsprozesses steht. Im Mittelpunkt der Ausführungen standen die Voraussetzungen zur Umsetzung von Hegiss in Offenbach sowie detaillierte Informationen über das Programmgebiet.

Das Quartier ist geprägt von einem hohen Anteil an Bewohnern mit Migrationshintergrund und überdurchschnittlich vielen sozialen Leistungsbeziehern. Städtebaulich wird vor allem die trennende Wirkung des Bahndamms als Herausforderung gesehen. Andererseits gibt es, wie schon die ersten Untersuchungen der Fachleute im Rathaus gezeigt haben, durchaus großes Potenzial. Viele Bewohner äußern sich zufrieden mit dem Standort, schätzen die kurzen Wege zu den Einkaufsmöglichkeiten in der Innenstadt. Auch im Quartier selbst gibt es vielfältige Angebote und eine differenzierte Gewerbestruktur. Nicht vergessen sei die Nähe zum Klinikum, das auch als Arbeitgeber für viele Menschen im Quartier von Bedeutung sei.

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Die Bestandsaufnahme ist Grundlage für die Entwicklung eines Handlungskonzepts. Dieses soll Mitte des Jahres fertig und Basis für die Formulierung konkreter städtebaulicher Maßnahmen sein. Fürs Frühjahr ist die nächste Beiratssitzung vorgesehen.  (pso/mad)

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