Großes Finale im Herbst

Training fürs Krebs-Rudern

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Schirmherr Sozialminister Stefan Grüttner und Stefan Grünewald-Fischer von der Stiftung Leben mit Krebs

Offenbach - Reichlich Schweiß dürfte fließen, wenn sich am 23. September auf dem Main bei Bürgel die Teilnehmer der Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ in die Riemen legen. Von Harald H. Richter 

Einzelheiten zur fünften Auflage dieser Wohltätigkeitsveranstaltung in Offenbach wurden jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt. Zwar bildet Hamburgs Außenalster als eine der besten Lagen der Hansestadt am 10. Juni die Kulisse für den Saisonauftakt der Benefizregatta „Rudern gegen Krebs 2018“, aber Offenbach kann das toppen. „Wir schätzen uns glücklich, wieder das große Finale ausrichten zu können“, freut sich Prof. Stephan Sahm, Chefarzt am Offenbacher Ketteler-Krankenhaus. Sozialminister Stefan Grüttner ist einmal mehr Schirmherr der Veranstaltung.

Die größte Breitensportaktion ihrer Art – wiederum von der Stiftung Leben mit Krebs in enger Zusammenarbeit mit dem Ketteler Krankenhaus und dem Wassersportverein Bürgel in der Mainmetropole organisiert – bekommt mit dem Sana-Klinikum einen weiteren Partner ins Boot, bestätigt Geschäftsführer Sascha John. Denn vor kurzem hat sich dort eine Sportgruppe formiert, die sich an onkologisch erkrankte Menschen richtet.

„Stets mittwochs von 17 bis 18 Uhr wird unter Anleitung von Ruth Anda bei uns trainiert“, kündigt WSV-Sportvorstand Manuela Damm an. Anda ist Physiotherapeutin am Sana-Klinikum und zugleich Breitensportverantwortliche des WSV.

Die Veranstalter gehen davon aus, dass wieder viele interessierte Sport- und Freizeitbesatzungen aus der Region in die Meldeliste eintragen. „Unsere Online-Plattform wird alsbald freigeschaltet“, verspricht Stefan Grünewald-Fischer von der Stiftung Leben mit Krebs. Beim Regattafinale voriges Jahr waren in Offenbach 76 Boote am Start gewesen. Rund 3000 Besucher verfolgten vom Mainvorgelände aus das Geschehen auf dem Fluss, das auch diesmal von einem unterhaltsamen Rahmenprogramm an Land begleitet wird. „Das Ganze hat jedes Mal Volksfestcharakter“, weiß Prof. Sahm.

„Rudern gegen Krebs“ auf dem Main: Bilder

Die Stiftung hat bundesweit schon über 80 Regatten organisiert. Offenbach ist seit 2012 Austragungsort. Nutzen daraus ziehen zu gleichen Teilen die neue Sana-Trainingseinheit „Rudern für Krebspatienten“ und die seit Jahren bestehende Sportgruppe für Tumorpatienten des Ketteler. Dort kümmert sich Therapeutin Renate Ferrlein um die Teilnehmer. „Man muss es erlebt haben, wenn Menschen mit Tumorerkrankungen Sport treiben, welche Lebensfreude davon ausgeht, und wie sie bemerken, dass ihr Körper mehr kann, als sie sich bislang zutrauten“, sagt Prof. Sahm.

Für den WSV Bürgel bedeutet die Ausrichtung der Benefizregatta eine gewaltige organisatorische Herausforderung. Rund 120 Freiwillige packen zu, das bedeutet, jedes zweite Mitglied bringt sich für diesen Event ein. Außerdem stehen Mitglieder befreundeter Wassersportvereine aus Offenbach und Umgebung den Bürgeler Sportkameraden zur Seite. Doch auch im Vorfeld ist das Thema „Rudern gegen Krebs“ im WSV hinreichend präsent. „Da die Regatta eine Jedermann-Veranstaltung ist, sind wir bereit, Hobbymannschaften auf diesen Wettstreit vorzubereiten“, bietet Manuela Damm an. „Auch Leser der Offenbach-Post können Bootsbesatzungen bilden. Wer Interesse hat, möge sich melden.“

Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“: Bilder

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