Stadt berät Arbeit suchende Bulgaren und Rumänen

Gegen Ausbeutung in illegaler Beschäftigung

Offenbach - Um den Auswüchsen eines illegalen Arbeitsmarkts entgegenzuwirken, hat die Stadt im Quartiersbüro Nordend am Goetheplatz, Bernardstraße 63, einen offenen Beratungstreff für Arbeit suchende Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien eingerichtet.

Wer ihn aufsucht, heißt es in einer städtischen Mitteilung, bekommt Unterstützung beim Schreiben von Bewerbungen, Zugang zum Internet zwecks Stellensuche sowie individuelle Betreuung und ein Frühstücksangebot. Das alles geschieht in enger Absprache mit bulgarischen und rumänischen Vereinen und Initiativen sowie in Kooperation mit dem Jobcenter Mainarbeit. Ein Dolmetscher für rumänische und bulgarische Arbeitsuchende ist ebenfalls vorhanden. Der sogenannte Bewerbermorgen im Quartiersbüro am Goetheplatz findet jeden Montag von 9 bis 12 Uhr für Bulgaren und jeden Freitag von 9 bis 12 Uhr für Rumänen statt.

Finanziert wird das Projekt aus Mitteln der Stadt Offenbach, die durch finanzielle Hilfen des Bundes für von Zuwanderung aus Südosteuropa besonders betroffene Städte verfügbar geworden sind. Stadtrat Felix Schwenke hatte sich zusammen mit den Oberbürgermeistern und Sozialdezernenten der anderen Zuwanderungsstädte erfolgreich für zusätzliche Bundeshilfen eingesetzt.

Das Amt für Arbeitsförderung, Statistik und Integration hat aus den Zusatzmitteln ein Programm mit verschiedenen kleineren Projekten zur schnelleren Integration der Immigranten entwickelt, darunter auch der vom Quartiersmanagement organisierte Bewerbertreff.

Stadtrat Felix Schwenke begrüßt das neue Angebot: „Es ist wichtig, dass Zuwanderer so schnell wie möglich in den normalen Arbeitsmarkt integriert werden, um Armut und Ausbeutung in illegalen oder halblegalen Arbeitsverhältnissen entgegenzuwirken.“ Gerade neu angekommene Zuwanderer sollen mit dem neuen Angebot bei der Stellensuche besonders unterstützt werden. „Unsere Erfahrung zeigt, dass Beratungsangebote im Wohnumfeld gut funktionieren und Schwellenängste abbauen“, berichtet Schwenke. (mad)

Rubriklistenbild: © dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare