Am besten gingen Getränke

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Dicht an dicht ging es zu zum 22. Bieberer Markt, da drängte sich Stand an Stand und die vielen tausend Besucher wollten freilich alle Angebote in Augenschein nehmen. Einzig der Luftballonverkäufer auf seinen Stelzen behielt da den Überblick.

Offenbach - Der Bieberer Markt ist viel mehr als nur ein Treff zu Handelszwecken, er ist ein gesellschaftliche Ereignis. Und dem Sehen und Gesehen werden frönten gestern weit über 10000 Besucher - dies bei bestem, wenngleich schweißtreibenden Wetter. +++ Fotostrecke +++ VonThomas Meier

Viele Bieberer, aber auch zahlreiche Auswärtige, flanierten die Marktmeile auf der Aschaffenburger und der Seligenstädter Straße zwischen Frankfurter Grund und Ostendplatz viele Male ab.

Oberbürgermeister Horst Schneider und Gewerbevereinsvorsitzender Manfred Jäger strahlten zur Eröffnung des Marktes mit der Sonne um die Wette. Der OB betonte, unser Zentralgestirn meine es stets mit Biebers Festen gut, und er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass dies auch für die kommenden 25 Jahre des Gewerbevereins gelten möge.

In Bieber war am Sonntag richtig was los ...

Rekorde zum Bieberer Markt: So viele Besucher wie noch nie

Jäger nahm den ihm zugespielten Ball gern an: „Wir feiern jetzt 25 Jahre organisierten Gewerbes in Bieber mit dem 22. von uns ausgerichteten Markt, der stets gewachsen ist.“ Und in drei Jahren, zum 25. Bieberer Markt, da wolle man nochmals drauflegen: „Eventuell mit einem Festzelt auf dem Ostendplatz.

Jäger war sehr zufrieden mit dem Verlauf des Marktes im Jubeljahr. Erneut konnte eine Steigerung verkündet werden: Mit 106 aufgebauten Ständen erreichte der Verein den absoluten Rekord. „Viel mehr geht auch nicht mehr,“ sagt Jäger mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Logistisch sei auf dem traditionellen Terrain einfach nicht mehr möglich.

Da wollte mancher gern hinzuspringen, doch das Planschbecken des Aqua-Treffs blieb den sportlichen Akteuren vorbehalten.

Es sind so gut wie alle Geschäfte vertreten, kaum einer möchte und kann auf diese Werbung verzichten“, freut sich der Gewerbevereinsvorsitzender. Er sieht den Bieberer Markt als Visitenkarte für die Geschäftswelt des kleinen, aber feinen Stadtteils. Es müsse zum Einkaufen eben nicht immer Offenbachs Innenstadt sein. Mit dem Markt wolle man zeigen, dass Bieber eine gute Alternative sei. „Hier finde ich einen Parkplatz, und der Verkäufer kann sich noch viel mehr Zeit für den Kunden nehmen“, sagt Jäger.

Nicht nur der nahezu komplette örtliche Einzelhandel schätzt den Bieberer Markt und ist gern dabei. Auch aus dem weiten Umland zieht es Beschicker im Juni zum geselligen Ereignis, war hier doch zunächst immer eine gute Mark, später ein guter Euro zu machen.

Die Marktordnung sagt, dass wir, solange Platz ist, auch ortsfremde Beschicker zulassen müssen“, weiß Manfred Jäger. Doch lange schon gibt es viel mehr Anfragen als Platz für Stände. Viele Händler kommen seit Jahren, empfehlen den Handelsplatz weiter und sorgen so für ein Überangebot. Dadurch können die Marktmacher aussuchen und immer wieder neue Attraktionen in den Ort holen.

Auch diesmal war es wieder die gelungene Mixtur des bunten Treibens, die tausende Besucher anlockte. Einen Parkplatz zu bekommen, war in den Seitenstraßen am Nachmittag dann doch nicht so einfach.

Am besten gingen gestern alle Geschäfte, die mit Trinkbarem aufwarten konnten. An einem Stand, an dem kostenlos Mineralwasserfläschchen ausgegeben wurden, erinnerte die Schlange an DDR-Zeiten. Die Eisverkäufer hatten gut Lachen, die Tische der Straßencafés waren dicht umlagert. Nur heißer Kaffee ging gestern nicht ganz so gut, wie ein trotzdem bestgelaunter mobiler Kaffeeanbieter einräumte. Umlagert auch die vielen Stände der sich am Geschehen beteiligten Vereine. Vor allem die Tanzbühne Locomotion sowie der Verein in Bewegung zog die Massen magisch an. Manch einer wäre gern ins Planschbecken des Aqua-Treffs gehüpft, doch blieb dies den Demos vorbehalten. Tanzvorführungen, Modenschauen - es gab so viel zu schauen, kein Wunder, dass da viele mehrfach auf und ab flanierten.

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