ESO präsentiert Ergebnisse seiner Kundenbefragung

Bestnoten für die Müllabfuhr

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Freuen sich über die Ergebnisse (von links): Dezernent Peter Schneider, Betriebsleiter Heiko Linne, die Müllwerker Igor Kowalski und Marc Mayer, Anne Brendel, Leiterin des Qualitätsmanagements, sowie ESO- und Stadtwerke-Chef Peter Walther.

Offenbach - Die Offenbacher sind mit ihrem ESO sehr zufrieden. Das geht aus einer vom Stadtdienstleister beauftragten Umfrage hervor. Besonders gute Noten gab es für die Müllabfuhr, schlechter schneiden Sauberkeit und Reinigung der Stadt ab. Erfreulich: Im Vergleich zu den Vorjahren konnte sich der ESO beinahe überall verbessern. Von Matthias Dahmer 

500 Offenbacher hat die Mainzer LQM Marktforschung GmbH in einer repräsentativen Stichprobe im April telefonisch interviewt. Es ist die mittlerweile vierte Umfrage für den ESO nach 2007, 2009 und 2013. Weil das Unternehmen bundesweit Befragungen dieser Art vornimmt, flossen Studien aus 25 anderen Städten und Landkreisen als Vergleichswerte in die 12500 Euro teure Offenbacher Erhebung ein. So kann denn LQM-Geschäftsführerin Ute Kerber dem Stadtdienstleister auf vielen Feldern weit über dem Durchschnitt liegende Ergebnisse bescheinigen.

Das fängt an mit der Bekanntheit des ESO, der 84 Prozent der Befragten ein Begriff ist und setzt sich fort mit den Werten zur Zufriedenheit und zum Image, die jeweils weit über den Vergleichsdaten liegen. „Der ESO gilt als vertrauenswürdig und kompetent“, sagt Marktforscherin Kerber. Beim Blick zurück, kann sie konstatieren: „Das war nicht immer so.“ Denn die zurückliegenden Befragungen hatten schlechtere Noten für den ESO ergeben. Für Kerber steht fest: „Das kontinuierliche Dranbleiben des ESO an den Themen trägt Früchte.“

Bestnoten gab es für die Müllabfuhr in Sachen Pünktlichkeit und vollständige Leerung der Tonnen, bei der Sperrmüllentsorgung liegt Offenbach im Vergleich zu anderen Kommunen weit vorne. Im Mittelfeld liegt der ESO bei der Abfuhr der Biotonne und der Freundlichkeit der Müllwerker.

Ein Wermutstropfen bei den insgesamt erfreulichen Ergebnissen ist die Sauberkeit insbesondere in der Innenstadt, was auch in anderen Kommunen stets Thema sei, betont Ute Kerber. Ganz oben auf des Bürgers Ärgerliste stehen Zigarettenkippen, Hundekot und herumliegende Flaschen. Für Bürgermeister und Ordnungsdezernent Peter Schneider ist klar: „Das sind Dinge, an denen wir noch arbeiten müssen.“ Er setzt dabei auf die bereits beschlossene Stabsstelle Sauberkeit und nicht zuletzt auf Sanktionen, sprich Bußgeld. „Irgendwann reicht die freundliche Belehrung nicht mehr aus.“

Bilder: So sieht es im Müllheizkraftwerk aus

Offenbar ein Sonderfall bei der Umfrage waren wilde Müllablagerungen. Nur fünf Prozent der Befragten haben bereits Müll gemeldet, die Mängelmelder-App hat keiner der Befragten genannt. Peter Walther, Chef von ESO und Stadtwerke Holding, weist mit Peter Schneider indes darauf hin, die App werde durchaus genutzt. Was die Beseitigung von wildem Müll angeht, beschreibt Walther einen grundsätzlichen Konflikt: Der Bürger gewöhne sich schnell an eine schnelle Entsorgung. Teilweise würden öffentliche Papierkörbe dazu genutzt, sich des Hausmülls zu entledigen. „Möglicherweise eine Erziehung in falsche Richtung“, so Walther. Eine passende Lösung gebe es derzeit noch nicht.

Insgesamt ist der ESO-Chef aber stolz auf die Resultate der Umfrage und auf sein Team. „Das sind harte Ergebnisse, ich bin super zufrieden“, sagt Walther. Zumal man sich im Vergleich zu den Vorjahren habe steigern können. Die nächste Umfrage ist in drei bis vier Jahren geplant.

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