Betrüger fälschen Handyverträge

Offenbach (dr) - Die Polizei hat ein Verfahren gegen eine 21-jährige Frau aus Offenbach und einen 27-jährigen Mann aus Ludwigshafen eingeleitet. Die beiden Betrüger sollen in mindestens 1400 Fällen Handyverträge gefälscht und dafür Provisionen abkassiert haben.

Die Polizei Südosthessen spricht von einem „undurchsichtigen Firmennetz“ und hat ein Verfahren gegen eine 21-jährige Frau aus Offenbach und einen 27-jährigen Mann aus Ludwigshafen eingeleitet. Die beiden Betrüger sollen seit Anfang 2010 in über 1400 Fällen Handyverträge gefälscht haben. Die 21-Jährige und der 27-Jährige waren wechselweise Geschäftsführer von mehreren Handyläden in Deutschland.

Mit gefälschten Verträgen, die zum größten Teil fiktive Personalien enthielten, verursachten die beiden Betrüger einen Vermögensschaden von rund 600.000 Euro. Die Betrüger kassierten von zahlreichen Zwischenhändlern Provisionen für ihre vermeintlich abgeschlossenen Handyverträge. 

Mit der Zeit mehrten sich die Anzeigen von erbosten Bürgern, denen Handyrechnungen auf den Tisch flatterten, obwohl sie keine entsprechenden Verträge abgeschlossen hatten. Bei der Recherche beim Mobilfunkbetreiber fand die Polizei heraus, dass die dubiosen Kontrakte immer in denselben Handyläden in Offenbach, Ludwigshafen, Mannheim und Mönchengladbach zustande gekommen sein sollen. Die Beamten haben insgesamt zehn Kartons mit Beweismittel beschlagnahmt.

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