Unappetitliches zur Fleisch-Beschlagnahme

Bett inmitten der Wurstproduktion

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Wurstproduktion im großen Stil: In einer Privatwohnung am Lämmerspieler Weg entdeckten Beamte Ende vergangener Woche eine illegale Fleischerei.

Offenbach - Während deutsche Verbraucher in puncto Fleischherkunft und -qualität immer sensibler werden, nahm es ein selbsternannter Metzger in Offenbach mit Hygiene und Kühlkette nicht so genau. Von Jenny Bieniek

Wie berichtet, hatte das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz gemeinsam mit der Stadtpolizei nach einem anonymen Hinweis Ende vergangener Woche 500 Kilogramm Fleisch in einer Offenbacher Privatwohnung beschlagnahmt. Die unappetitlichen Details zu der illegalen Fleischproduktion folgten heute vom städtischen Presseamt. So sollten in der Wohnung am Lämmerspieler Weg 45 offenbar im großen Stil aus Schweinehackfleisch rohe Grillwürste für ein Frankfurter Fest hergestellt werden. Der Eigentümer, der über keinerlei Ausbildung für die Verarbeitung von Fleisch verfügt, bewahrte die Ware ungekühlt in der Wohnung auf, in der er – inmitten der Fleischmengen – offenbar auch schlief und lebte.

Die einzelnen Produktionsschritte waren auf mehrere Räume verteilt. Im Flur stießen die Beamten auf insgesamt 22 auf dem Boden gelagerte Behälter mit Fleisch, im Wohnzimmer fanden sie eine Wurstfüllmaschine. In der angrenzenden Küche entdeckten die Mitarbeiter einen Bottich mit eingelegten Schweinedärmen. Nachdem das Veterinäramt die zehn Zentner Schweinehackfleisch beschlagnahmt hatte, wurde es unter Aufsicht der Stadtpolizei beseitigt. Die Behörden gehen unterdessen von einem Einzelfall aus.

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