Linke und CDU stellen Anträge zu Parkplätzen

Bewohner und Pendler entlasten

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Offenbach - Das Thema Parkplätze dürfte bei der nächsten Stadtverordnetenversammlung für Diskussionsstoff sorgen. Sowohl die Linke als auch die CDU haben diesbezüglich Anträge eingebracht. In ihrer Grundidee jedoch unterscheiden sich diese deutlich voneinander.

Zwar sind sich die Fraktionen einig, dass mit zunehmender Wohnbebauung und dem damit oft verbundenen Verlust von Parkflächen der Druck auf Bewohner Offenbachs und deren Besucher steigt. Während die Linke die Lösung jedoch in zusätzlichen Park-and-Ride-Plätzen sieht und den Magistrat mit der Ermittlung möglicher Flächen beauftragt hat, fordert die CDU mit ihrem Änderungsantrag stattdessen die Errichtung von Quartiersparkhäusern. „Der Ursprungsantrag verkennt das Problem und geht an der Sache vorbei“, heißt es im Änderungsantrag der Christdemokraten. Park-and-Ride-Plätze könnten den steigenden Parkdruck nicht abfedern, da sie einen völlig anderen Zweck verfolgten. „Vielmehr erscheint es notwendig, an geeigneten Stellen die Errichtung von Quartiersparkhäusern zu prüfen“, begründet CDU-Fraktionsvorsitzender Peter Freier. In Frankfurt gebe es ein solches bereits, weitere seien vorgesehen.

Die Linke hatte mit ihrem zuvor eingereichten Antrag zur „Ausweisung neuer Park-and-Ride-Plätze mit Anschlussmobilität“ vor allem Berufspendler im Blick. Um Anschlussmobilität zu gewährleisten, solle es nach Willen der Linken auch an P&R-Plätzen die Möglichkeit geben, elektrisch angetriebene Autos und Fahrräder zu mieten. Die Christdemokraten halten von diesem Ansatz nichts, zumal bestehende P&R-Flächen, etwa am Bieberer Bahnhof, regelmäßig von Anwohnern belegt seien.

Parkhaustest in Offenbach

Parkhaustest in Offenbach

„Auch in Offenbach wurde schon einmal darüber nachgedacht, anstelle des inzwischen wenig genutzten Busbahnhofs am Hauptbahnhof ein Quartiersparkhaus für die südliche Innenstadt zu errichten. Zweifellos würde dadurch der erhebliche Parkdruck auf dieses Gebiet verringert, so dass diese Idee wieder aufgegriffen werden sollte“, so Freier. Auch an anderen Stellen in Offenbach scheine ein Quartiersparkhaus angebracht.

(jb)

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