Bezüge auf den Tisch

Offenbach (tk) ‐ Die Jusos haben es schon früh verlangt und sind einst dafür ausgelacht worden, die FDP hat lange erfolglos angemahnt, die Gehälter von Geschäftsführern städtischer Gesellschaften öffentlich zu machen.

Der Zusammenhang ist nicht zu beweisen: Aber erst, nachdem unsere Zeitung im Laufe der Debatte über die Neubesetzung der Stadtwerke-Führung Zahlen über das Salär der künftigen Chefs (160 000 Euro Grundgehalt) nannte, bröckelte die bislang ablehnende Front. Die Koalition aus SPD, Grünen und FDP brachte einen Antrag ins Parlament, dass die „Gehälter der Geschäftsführungsorgane und der Aufsichtsräte städtischer Beteiligungsgesellschaften offen gelegt werden“ sollen. Die Offenbacher Bürger hätten einen besonderen Anspruch auf Offenheit und Transparenz, da die Bezüge auch durch Steuergelder getragen würden. Leitende Stadtangestellte mit alten Verträgen können aber nicht gezwungen werden, ihre Bezüge auf den öffentlichen Tisch - das wäre der jährliche Beteiligungsbericht - zu legen. In Neuverträgen und Verlängerungen soll es indes zur Pflicht werden.

Der Antrag erfuhr breiteste Zustimmung, ebenso eine Ergänzung der CDU: Auch die Jahresbesoldungen und sämtlichen Nebeneinkünfte der Mitglieder des hauptamtlichen Magistrats sollen künftig öffentlich dargelegt werden.

Rubriklistenbild: © pixelio

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare