Ein Überblick

Bilder: Umgang mit Flüchtlingen in der Region

Photographiert von Marc Strohfeldt - www.nachelf.de
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NEU-ISENBURG, die Lage: 180 Neubürger (anerkannte Flüchtlinge) leben derzeit hier, außerdem 700 in der Erstaufnahmestelle auf dem Ex-Rundschau-Gelände.
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NEU-ISENBURG, Was Verantwortliche sagen: Für Bürgermeister Herbert Hunkel steht fest, dass die wichtigsten Probleme, schnell zu lösen wären. Schon bei der Registrierung müsste den Flüchtlingen ein Infoblatt ausgehändigt werden über die zeitlichen und inhaltlichen Abläufe eines Asylantrags. „Sie wissen nicht, was auf sie zukommt und haben sich Deutschland anders vorgestellt als eine Lagerhalle.“ Hunkel kritisiert auch die fehlende professionelle Organisation der Übersetzungsmöglichkeiten. „Die Dolmetscher sind ehrenamtlich Tätige der Kommunen, sie werden vom Land eingesetzt wie professionell arbeitende Übersetzungsbüros. Ohne Vergütung, ohne Anerkennung. Dabei sind diese ehrenamtlich Tätigen ,nebenher’ noch berufstätig. Auf Dauer ist das unzumutbar.“ Ein weiterer Kritikpunkt: „Bei erforderlichen Arztbesuchen benötigen Flüchtlinge eine Bescheinigung des Kreises. Dies ist mit zeitaufwendigen und unnötigen Fahrtkosten verbunden. Diese Bescheinigungen sollten von den Kommunen ausgestellt werden.“
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HAINBURG, die Lage: In der Gemeinschaftsunterkunft des Kreises in Hainburg sind derzeit 124 Flüchtlinge untergebracht. Über die genaue Zahl ist die Sozialarbeiterin immer informiert, frei werdende Plätze werden zeitnah wieder belegt. Außerdem sind 12 unbegleitete Jugendliche im ehemaligen Kloster in Hainstadt untergebracht. Hinzu kommen einige Familien, die in Privatwohnungen vermittelt wurden.
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HAINBURG, Was Verantwortlichen sagen Nach Angaben von Bürgermeister Bernhard Bessel (CDU) melden sich aufgrund von Medienberichten fast täglich Bürger und bieten freistehende Wohnungen an. Bessel besichtigt die Räume und spricht mit den potenziellen Vermietern über die Konditionen. Das Thema Flüchtlinge beschäftigt den Bürgermeister jeden Tag mindestens eine Stunde lang. Mit der aktuellen Zahl an Asylbewerbern „kommen wir hin“, sagt Bessel. Mit dem Kreis zusammen werde erörtert, ob in der Gemeinschaftsunterkunft noch 20 bis 30 zusätzliche Plätze eingerichtet werden können. Sollten es aber viel mehr werden, sei kein Platz mehr da. „Dass Sporthallen belegt werden müssen, wollen wir auf keinen Fall“, betont der Bürgermeister. Darunter müsste nicht nur der Schulsport leiden, es stünden in nächster Zeit auch viele Veranstaltungen an.
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EGELSBACH, die Lage: Die Gemeinschaftsunterkunft Geisbaum, Betreiber ist die Christliche Flüchtlingshilfe Egelsbach/Erzhausen (CFEE), ist zurzeit mit 40 Personen voll belegt, die Einrichtung Gemeinschaftsunterkunft Dresdner Straße mit derzeit 9 Plätzen soll ab Anfang 2016 umgebaut und erweitert werden (dann etwa 70 - 80 Plätze).
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EGELSBACH, Was Verantwortliche sagen: Nach Angaben von Bürgermeister Jürgen Sieling gibt es Pläne für weitere Maßnahmen. Ein Gelände zwischen Bauhof und Tennisplätzen wird baufertig vorbereitet, damit dort eventuell weitere Unterkünfte errichtet werden können. Ebenso werden alle eingehenden Angebote privater Immobilienbesitzer auf mögliche Nutzung geprüft. Sieling: „Denn neben der Bereitstellung von Plätzen für noch nicht anerkannte Flüchtlinge ist ja vor allem die Bereitstellung von Wohnraum für Anerkannte das Hauptproblem. Denn nur wenn der Abfluss der anerkannten Personen in den freien Wohnungsmarkt klappt, ist auch eine Neuaufnahme in die Gemeinschaftsunterkünfte möglich.“
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DIETZENBACH, die Lage: In der Kreisstadt sind derzeit knapp 100 Flüchtlinge untergebracht. 60 in der städtischen Gemeinschaftsunterkunft, die anderen in angemieteten Wohnungen. In Dietzenbach sind eine weitere städtische Unterkunft für 100 und eine Kreis-Unterkunft für 120 Flüchtlinge, die jeweils Mitte 2016 fertig sein sollen, geplant.
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DIETZENBACH, Was Verantwortliche sagen: Bürgermeister Jürgen Rogg stellt fest: „Wir in den Kommunen sind das letzte Glied in der Kette. Wir haben nicht den geringsten Einfluss, wir können nur noch reagieren und nicht mehr agieren. Jeder Plan kann nächste Woche schon wieder über den Haufen geworfen werden. Das ist ein unhaltbarer und auf Dauer nicht tragbarerer Zustand. Nicht für die Verwaltung, nicht für die Bevölkerung, nicht für die ehrenamtlichen Helfer und letztlich auch nicht für die betroffenen Flüchtlinge. Trotzdem bleibt uns nichts anderes übrig, als weitere Notunterkünfte zu identifizieren und auszuweisen. Außerdem muss uns klar sein, dass für einen Großteil der Flüchtlinge in den Notunterkünften dauerhaft Wohnraum geschaffen werden muss.“
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OBERTSHAUSEN, die Lage: Die Lage: 135 Flüchtlinge zurzeit, noch knapp 100 Neuankömmlinge bis Ende des Jahres. Aufstockung der Kapazität der städtischen Unterkunft an der Georg-Kerschensteiner-Straße von 40 auf 80. Doppelstockbetten statt „Einzelbetten“. Ein Haus an der Otto-Wels-Straße, gegenüber der S-Bahn-Station, wird Platz für 30 Personen bieten.

Es ist aktuell eines der drängendsten Themen: der Umgang mit Flüchtlingen. Wie unsere Region mit der steigenden Zahl von Asylbewerbern umgeht - ein Überblick (Stand: 16. November 2015):

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