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Coldplay im Offenbacher Capitol: Eindrücke des Konzerts

Coldplay im Capitol Offenbach
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Die Weltstars von Coldplay zu Gast in Offenbach: Bilder vom Konzert im Capitol.
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Die Weltstars von Coldplay zu Gast in Offenbach: Bilder vom Konzert im Capitol.

Die Weltstars von Coldplay zeigen in Offenbach ihr Können: Im Interview sprachen sie über die Zukunft.

Die britische Band Coldplay füllt Stadien. Nach einem eher düsteren Album sind sie nun wieder mit einer fröhlicheren Tonart am Start: "A Head Full of Dreams" heißt das neueste Werk. Bassist Guy Berryman und Schlagzeuger Will Champion haben mit der Deutschen Presse-Agentur über die Platte gesprochen - und über die Frage, ob es die letzte sein wird. 

Wie würden Sie das neue Album "A Head Full of Dreams" in wenigen Worten beschreiben? 

Will Champion: Ich würde es als bunt und positiv beschreiben. Es sind einige wundervolle Leute mit drauf, die wie sehr respektieren. Einige Gastkünstler - Leute, die uns ausgeholfen haben bei Gitarren-Soli und Hintergrundgesang und Gastsänger. Es sind viele verschiedene Einflüsse drin, viele unterschiedliche Texturen für das Ohr. 

Wie haben Sie Gastkünstler wie Noel Gallagher und Beyoncé ausgesucht? 

Guy Berryman: Noel Gallagher ist unser Freund. Wir sind als Fans von Oasis aufgewachsen. Deswegen wollten wir, dass er ein Gitarren-Solo in einem der Songs spielt. Beyoncé ist unserer Meinung nach brillant. Chris (Martin, Frontmann von Coldplay) kennt sie ziemlich gut und hat sie gefragt, ob sie kommen und einen Song mit uns singen will. Wir haben die Leute einfach nett gefragt. 

Champion: Wir haben versucht, die Besten zu bekommen. Wenn du jemanden für das Singen suchst, musst du Beyoncé bekommen. Sie ist die beste Sängerin. 

Das vorherige Album "Ghost Stories" war sehr ruhig und düster. Das neue ist bunt und hell. Warum dieser Wechsel? 

Berryman: Als wir "Ghost Stories" machten, hatten wir eine Reihe von Songs, die einfach eins waren - und das wurde dann das Album. Wir waren in einer bestimmten Stimmung. Wir hatten aber auch schon eine andere Sammlung an Songs. Von denen wussten wir, dass sie nach "Ghost Stories" die Basis für "A Head Full of Dreams" sein werden. Wir hatten all die Songs und haben sie aufgeteilt in diese zwei sehr unterschiedlichen Kategorien. Wir wussten, dass wir mit diesem Album auf Tour gehen werden und viele Live-Shows haben werden. Und bei Live-Shows willst du Songs, bei denen das Energie-Level hoch ist und die Leute mitsingen. Champion: Wir wussten immer, dass nach "Ghost Stories" noch etwas kommt. 

Verkauft sich fröhliche Musik besser als nachdenkliche? 

Champion: Ich kann nicht sagen, was sich verkauft. Wer weiß das? Wir wussten, die Songs auf "Ghost Stories" sind die, die Menschen eher mit Kopfhörern im Schlafzimmer hören. Und dieses Album hier sollte an großen Plätzen gehört werden - an Orten, an denen viele Menschen zusammenkommen, um ein großes gemeinsames Erlebnis zu haben. 

Welche Rolle kann optimistische Musik in Zeiten der Anschläge von Paris und des internationalen Terrorismus spielen? 

Berryman: Wir sind definitiv von vielem Negativen umgeben im Moment. Ich denke, es ist wichtig, ein Element der Hoffnung zu bewahren im Leben jedes Einzelnen und in der Gesellschaft insgesamt, um nicht zu sehr heruntergezogen zu werden, sondern nach Lösungen zu suchen. Aber Musik kann immer nur ein Teil sein, es müssen viele politische Dinge geschehen. Ich bin stolz, dass wir eine sehr optimistisch und hoffnungsvoll klingende Platte haben.

Ihr Frontmann Chris Martin hat "A Head Full of Dreams" in einem Interview mal mit dem letzten Buch von Harry Potter verglichen und es als eine Art finales Ding bezeichnet. Ist es das letzte Album von Coldplay? 

Champion: Wer weiß? Es ist einfach die Art, in der wir häufig über Dinge denken. Wir müssen so fühlen, als würde darüber hinaus nichts mehr kommen, weil wir alles in diesen einen Moment stecken wollen. Wir wollen nicht schon denken, dass wir etwas in ein anderes Album stecken. Im Moment haben wir noch keine andere Platte, weil wir noch nichts anderes geschrieben haben. Ich bin hoffnungsvoll, dass wir das tun werden. Wir haben eine wundervolle Zeit mit der Band und haben jetzt eine lange Zeit des Tourens vor uns, auf die wir uns sehr freuen. Musik ist das, was wir lieben. Ich hoffe sehr, dass wir so lange weitermachen, wie wir es genießen. 

Was braucht man, um so lange zusammenzubleiben? 

Champion: Ein gesundes Arbeitsverhältnis. Es hängt auch davon ab, ob jeder denkt, dass er zwischendrin genug Zeit für sich selbst hat. Wir nehmen uns regelmäßige Pausen, wir sehen zu, dass wir nicht zu lange am Stück auf Tour sind. Wir haben auch andere Verpflichtungen, unsere Familien und weitere Dinge. Wir sehen zu, dass jeder genug Freizeit hat. Dann haben wir auch immer wieder Lust, zurückzukommen und miteinander zu spielen. Jede Beziehung geht durch Höhen und Tiefen, wie eine Ehe. Es braucht konstante Pflege und Arbeit. 

Stimmt es, dass Sie mal Regeln fürs Miteinander aufgestellt haben? 

Berryman: Das ist ein Mythos. Champion: Wir kommunizieren viel miteinander. Wir reden ständig darüber, wie wir uns weiterentwickeln können - musikalisch und wie wir als Band weitermachen wollen, was wir erreichen wollen und wie wir vernünftig und zusammen bleiben in diesem Geschäft, das Menschen fertig machen kann. Es kann schwer sein für Bands, zusammenzubleiben. Viele Bands gehen auseinander wegen des Geldes oder wegen musikalischer Differenzen oder was auch immer. Wir arbeiten hart daran, all das zusammen zu halten. 

ZU DEN PERSONEN: Bassist Guy Berryman und Schlagzeuger Will Champion (beide 37) sind Teil der britischen Band Coldplay, zu der auch Frontmann und Sänger Chris Martin sowie Gitarrist Jonny Buckland gehören. Coldplay gibt es seit 1996. Die Band hat mehr als 80 Millionen Alben verkauft. Hits wie "Viva la Vide", "Yellow" oder "Fix You" machten sie berühmt. Auch Grammys, Echos und Brit Awards haben sie schon bekommen.

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