Friedrichsweiher in Offenbach

Blaualgen für Fischsterben verantwortlich

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Keins schöner Anblick: Im Offenbacher Friedrichsweiher sind bis zu 100 Fische verendet.

Offenbach - Die Stadt Offenbach warnt davor, im abgesperrten Friedrichsweiher ins Wasser zu gehen. Denn nach dem Fischsterben in dem stehenden Gewässer liegen erste Ergebnisse vor.

Bei der von der Stadt beauftragten Laboruntersuchung stellte sich ein hoher Gehalt an Blaualgen (Cyanobakterien) heraus. Der für Badegewässer bestehende Warnwert von 40 Milligramm pro Liter sei um das Sechsfache überschritten worden. Wer sich also nicht an das grundsätzlich geltende Badeverbot im Friedrichsweiher hält, riskiert seine Gesundheit. Auch Hundebesitzer sollten unbedingt darauf achten, dass ihre Vierbeiner nicht mit dem Wasser in Kontakt kommen.

Durch die erhöhte Konzentration von Blaualgen entstehen nach Angaben von Tiermedizinern aggressive Bakterien, die die inneren Organe der Tiere angreifen. Auch für Menschen, vor allem Kinder, sind die Bakterien gefährlich. Sie können Erbrechen, Durchfall, Atemnot oder Hautreizungen hervorrufen.

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Die Stadt bemüht sich nach eigenen Angaben, den Blaualgen-Befall im Friedrichsweiher in den Griff zu bekommen. Vom jetzigen Vorfall unabhängig laufen bereits die Planungen für eine Sanierung des Weihers. Auch der fürs Baden freigegeben Schultheisweiher hatte jahrelang mit Blaualgenbefall zu kämpfen. Aktuell ist dieser aber algenfrei. (ror)

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