Bereits mehr Briefwähler

Blick auf Zahlen zur Kommunalwahl

Offenbach - Nach der jüngsten Statistik (Stand 31. Dezember 2015) zählt die Stadt Offenbach 132.068 Einwohner. 89.572 von ihnen sind für Sonntag, 6. März, zur Stimmabgabe aufgerufen.

Seit 1992 dürfen bei Kommunalwahlen auch Staatsbürger eines EU-Mitgliedstaats wählen – vorausgesetzt, sie wohnen seit mindestens drei Monaten in Offenbach. 23.722 EU-Bürger sind laut städtischem Wahlamt am 6. März zur Stimmabgabe berechtigt. Die am häufigsten vertretenen Nationalitäten dieser Gruppe sind Bulgaren, Kroaten, Griechen, Italiener, Polen und Rumänen.

Die Wahlbeteiligung lag bei der Kommunalwahl 2011 in Offenbach bei 33,8 Prozent. Das ist, wie bereits berichtet, der hessenweit niedrigste Wert. Wie viele wahlberechtigen EU-Bürger 2011 ihre Stimme abgegeben haben, ist statistisch nicht erfasst, sagt Beate Kolodziejski, Leiterin des Wahlamts. Sie geht jedoch davon aus, dass diesmal mehr EU-Bürger wählen gehen. Dafür spreche schon, dass ihre Zahl laut Melderegister insgesamt gestiegen ist: Von 2011 bis 2015 registrierte Offenbach einen Zuzug von fast 10.000 Staatsangehörigen aus EU-Ländern.

Wer es am 6. März nicht zum Urnengang in sein Wahllokal – diese sind in 21 Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden im Stadtgebiet eingerichtet – schafft, kann auf die Briefwahl ausweichen. Eine Woche vor der Kommunalwahl haben 7,9 Prozent der Offenbacher einen Antrag auf Briefwahl gestellt oder bereits direkt im Wahlamt gewählt. Bei der vergangenen Stadtverordnetenwahl waren es laut Wahlamt zum gleichen Zeitpunkt lediglich 6,6 Prozent.

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Wer noch bequem von zuhause aus sein Kreuzchen machen möchte, muss sich sputen: Die Frist für die Beantragung der Wahlunterlagen läuft am Freitag, 4. März, um 13 Uhr ab. Beantragt werden können sie über ein Onlineformular (www.offenbach.de/wahlen) oder persönlich beim Wahlamt, das im elften Stock des Rathauses angesiedelt ist. Dort kann auch zu den Öffnungszeiten (Dienstag bis Donnerstag von 8.30 bis 13 sowie von 14 bis 17, Donnerstagnachmittag bis 18, Freitag von 8.30 bis 13 Uhr) direkt gewählt werden, wenn der postalische Versand andernfalls zu lange dauern würde. Generell gilt: Die Unterlagen müssen dem Wahlamt bis Sonntag, 6. März, um 18 Uhr vorliegen.

Am Wahlsonntag werden insgesamt 680 Wahlhelfer im Einsatz sein. Am Montag müssen nochmals 145 weitere Ehrenamtliche ran, wenn es gilt, ganz genau die abgegebenen Personenstimmen zu erfassen. Für all jene Wähler, die nicht mehr gut zu Fuß sind, werden wie üblich Fahrdienste angeboten. Bislang haben die Offenbacher Sozialdemokraten diesen Service veröffentlicht. Anmeldungen werden von ihnen – auch noch am Wahlsonntag – unter 069/887045 entgegengenommen.

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jrd

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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