Blühendes Vereinsleben

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Auch hinterm Schlosspark Rumpenheim gedeiht es prächtig – Verdienst des Obst- und Gartenbauvereins Rumpenheim. Hier macht gerade Herbert Eckardt seine Parzelle winterfest.

Offenbach ‐ Man nennt es wohl Lebensqualität: Rumpenheim ist von Gärten und Feldern umgeben, die dem Ort nach wie vor einen wohnenswerten Charakter verleihen. Von Martin Kuhn

Vor hundert Jahren, als der Obst- und Gartenbauverein gegründet wird, war Rumpenheim weit entfernt von einer begehrten Wohnlage. Die Menschen leben mehrheitlich von der Landwirtschaft. Der Wunsch, diese Erträge zu verbessern, führte die „Obstler“ zusammen, wie der Verein heute noch liebevoll bezeichnet wird. Hofgärtner Louis Tetzner und Kreisobstbauinspektor Gustav Biesterfeld gelten als Gründungsväter.

Daran wird der heute Vorsitzende Rudolf Sommer sicher erinnern, wenn sich Mitglieder und Gäste zur Jubiläumsfeier einfinden. Sie beginnt am Samstag, 6. November, um 20 Uhr im kleinen Saal der TSG Bürgel (Jahnstraße 31). Musikalisch begleitet die Band „metronom-music“ durch den Abend. Karten zum Preis von zehn Euro sind bei Rudolf Sommer, z 86 45 84, erhältlich. An seiner Person lässt sich der Wandel in der 100-jährigen Vereinsgeschichte am besten festmachen. Der Vorsitzende, der seit vier Jahren die Geschicke der Rumpenheimer Obst- und Gartenbauer lenkt, hat zwar keinen „grünen Daumen“, dafür aber reichlich Erfahrung in der Vereinsführung.

Im Jubiläumsjahr bescheinigt Rudolf Sommer: „Nach wie vor ist die Nachfrage nach Kleingärten groß.“ Die Mitgliederzahl ist zwar leicht rückläufig, was aber auch mit der Altersstruktur des Vereins zusammenhängt. Aktuell hat der Verein 164 Mitglieder und 50 Kleingartenparzellen hinterm Schlosspark. „Der Beitritt junger Familien – auch aus anderen Kulturkreisen – lässt uns hoffen, dass der Obst- und Gartenbauverein noch viele Jahre bestehen wird“, gibt sich der Vorsitzende zuversichtlich. Ähnlich muss es den Gründervätern am 6. November 1910 gegangen sein.

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