Gebäude evakuiert

Bombendrohung am Offenbacher Jobcenter

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Die Polizei durchsuchte das Offenbacher Arbeitsamt mit Hilfe eines ausgebildeten Sprengstoffhundes.

Offenbach - Beim Jobcenter in Offenbach ist gestern Nachmittag eine Bombendrohung eingegangen. Das Gebäude musste von der Polizei evakuiert werden. Von Damian Robota

Wie uns die Polizei auf Nachfrage mitteilt, rief gestern Nachmittag gegen 15 Uhr ein bisher unbekannter Mann beim Jobcenter in Offenbach an und drohte mit einer Bombe. Mit verstellter Stimme drohte der Mann das Gebäude in etwa 30 Minuten in die Luft zu sprengen. Die Mitarbeiterin am anderen Ende der Telefonleitung informierte sofort die Polizei.

Das Jobcenter wurde evakuiert. Die Beamten durchsuchten wenigen Minuten später das komplette Haus mit Hilfe eines ausgebildeten Sprengstoffhundes. Ein Sprengsatz wurde glücklicherweise jedoch nicht gefunden. Verletzt wurde auch niemand. Die Berliner Straße wurde vor dem Gebäude bis etwa 16 Uhr voll gesperrt.

Die Ermittlungen nach dem noch unbekannten Anrufer laufen. Die Polizei vermutet hinter der Bombendrohung einen Racheakt und geht bei dem Mann von einem „Leistungsbezieher des Offenbacher Amtes“ aus.

Drohungen und handfesten Streitigkeiten

Im Arbeitsämtern und Jobcentern kommt es immer wieder zu Drohungen und handfesten Streitigkeiten. Im Mai 2013 ist ein 34 Jahre alter Mann im Jobcenter in Leipzig auf eine Mitarbeiterin losgegangen und hat mit einem Hammer auf ihren Kopf eingeschlagen. Für tödliche Stiche im Jobcenter von Neuss musste im April 2013 ein 52-Jähriger lebenslang in Haft. Er hatte eine 32 Jahre alte Sachbearbeiterin heimtückisch mit einem Messer attackiert.

Auch im Arbeitsamt Frankfurt ist bereits ein Streit eskaliert: Eine Frau griff einen Polizisten mit einem Messer an, daraufhin schoss die Kollegin des verletzten Beamten auf die Frau und tötete diese.

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