Mehrere Brände im Kreis Offenbach

„Weggewofene Zigarette kann Inferno auslösen“

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Offenbach - Seit Wochen hat es kaum geregnet, die Temperaturen klettern auf 30 Grad und mehr. Die Waldbrandgefahr im Kreis Offenbach steigt. Gestern mussten die Feuerwehren in der Region zu zahlreichen Einsätzen ausrücken.

Gegen 17 Uhr hat sich gestern im Rödermarkring in Ober-Roden eine Böschung entzündet. Eine Fläsche von 800 Quadratmetern stand in kürzester Zeit in Flammen. Zu einem zweiten Einsatz kam es gegen 20.50 Uhr, als ein Stopelacker in Ober-Roden Feuer fing. Die Feuerwehr löschte beide Brände nur wenige Minuten nach dem Notruf. Zu einem Waldbrand in Dreieich zwischen Sprendlingen und Neu-Isenburg mussten die Einsatzkräfte gestern Mittag gegen 12 Uhr ausrücken. Wie es zu dem Feuer im Wald kommen konnte, ist bisher nicht bekannt. In Langen brannte es zudem licherloh in einer Kleingartenanlage. Hier wurden anscheinend größere Mengen Müll verbrannt.

Das Forstamt in Langen mahnt zur Vorsicht: „Eine weggewofene Zigarette kann in heißen Tagen ein Inferno auslösen. Auch eine liegengelassene Flasche kann für Gefahr sorgen.“ Glücklicherweise ist bei den Bränden in den letzten Tagen im Kreis Offenbach niemand verletzt worden.

Trotzdem gibt es keine Entwarnung: Die Feuerwehren sind in höchster Alarmbereitschaft. Seit Wochen hat es kaum geregnet, die Temperaturen klettern in dieser Woche auf über 30 Grad. „Es bleibt wohl mindestens bis zum Wochenende sommerlich warm bis heiß“, sagte DWD-Meteorologe Stefan Bach am Montag. Seit Anfang des Monats herrscht Trockenheit im ganzen Land. In den ersten drei Juli-Wochen gab es schon mehr Sonnenschein als sonst im ganzen Monat. Der DWD zählte im Schnitt 214,5 Stunden Sonne.

Großübung der Rodgauer Feuerwehr

Großübung der Rodgauer Feuerwehr

dr

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