Polizei ermittelt wegen Brandstiftung

Feuer bei der DJK Sparta Bürgel: Jugendliche unter Verdacht

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Zum Glück keine Verletzten: Die Hütte der Tennisabteilung, Treffpunkt und Aufenthaltsraum für die Sportler, ist am Sonntagabend komplett ausgebrannt. Erst im November stand der Schuppen auf dem Bouleplatz in Flammen, davor schon einmal die Tennishütte. Die Polizei ermittelt in allen Fällen wegen Brandstiftung.

Offenbach - Fünf Brände in Bürgel innerhalb der vergangenen sechs Monate. Der jüngste Fall ist die verkohlte Hütte der Sparta-Tennisabteilung. Die Ermittler vermuten: Auch diese geht auf das Konto einer Bande von Feuerteufeln. Von Sarah Neder 

Das meterhohe Feuer erleuchtet das dunkle Feld. Die Einsatzkräfte versuchen, die Flammengewalt zu ertränken. Nach zweistündigem Löschen bleibt am Maingarten 410 nicht mehr als das Gerippe der Holzhütte übrig. Für die DJK Sparta Bürgel ist das eine bittere Nachricht. Erneut. Denn der Brand im Tennis-Schuppen ist bereits der dritte auf ihrer Anlage seit vergangenem September. Anfang November kokelte der Unterstand auf dem Bouleplatz nieder, vor fünf Monaten stand der Aufenthaltsraum der Tennisabteilung schon mal in Flammen.

Die Serie ist ein Werk von Feuerteufeln, glaubt Vereinsvorsitzende Brigitte Fenn. „Man sieht, dass es Brandstiftung war“, sagt sie zornig. Auch die Polizei ermittelt in Richtung Zündelei. „Es gibt deutliche Anzeichen“, sagt Polizeisprecher Rudi Neu. Genauer will er jedoch nicht auf die Hinweise eingehen. Zur detaillierten Beschreibung der Brandstifter kann Neu nur Vermutungen abgeben: „Wir glauben, es handelt sich um eine Gruppe jugendlicher Täter.“ Auf deren Konto, so der Polizeisprecher, gingen auch zwei abgefackelte Gartenhütten in direkter Nachbarschaft der DJK Sparta.

Zum Motiv können die Beamten noch nichts sagen. „Vielleicht ist es einer, der die Sparta ruinieren will“, munkelt hingegen Vorsitzende Brigitte Fenn. Die feuerzerfressenen Schreberhäuschen abseits des Vereinsgeländes könnten nur ein Ablenkungsmanöver sein.

Bilder: Geräteschuppen der DJK Sparta in Flammen

Geplant oder nicht, die Zündeleien schaden der Sparta erheblich. „Die Tennisabteilung steht vor dem Nichts“, weiß Fenn, denn die Hütte sei Treffpunkt und Aufenthaltsort für die Sportler gewesen. Tische und Küche hatten zum netten Beisammensein oder zum Feiern eingeladen. Außerdem hat Fenn Angst vor dem, was noch auf den Verein zukommen mag: „Uns will niemand mehr versichern. Ich weiß nicht mal, ob wir den Schaden ersetzt bekommen.“

Hoffnung, dass die Brandstifter geschnappt werden, hat Fenn wenig. Polizeisprecher Neu appelliert indes an Anwohner und Spaziergänger. Wer am Sonntagabend verdächtige Gestalten, insbesondere eine Gruppe von Jugendlichen, am Maingarten beobachtet hat, sollte sich unbedingt melden.

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