Aus für Branntweinmonopol - Offenbach verliert Behörde

Offenbach ‐ Offenbach muss bald auf eine Bundesbehörde verzichten: Die Bundesmonopolverwaltung für Branntwein (BfB) am Friedrichsring steht vor der Auflösung. Von Peter Schulte-Holtey

„Bedauerlicherweise wird die BfB - so wie es derzeit aussieht - 2013, also nach genau 60 Jahren in Offenbach, ihre Arbeit einstellen müssen“, sagte Eberhard Haake, Präsident der Bundesbehörde, unserer Zeitung. Hintergrund der Entscheidung: Die Branntwein-Monopolisten haben den Kampf gegen EU-Regulierer verloren.

Das deutsche Monopol, eine nationale Marktordnung durch die kleine und mittlere landwirtschaftliche Brennereien staatlich unterstützt werden, ist nicht länger zu halten. Von der Entscheidung sind knapp 100 Mitarbeiter in Offenbach betroffen und 130 in den BfB-Außenstellen.

Auffanggarantie für Alle

Haake: „Alle bekommen eine Auffanggarantie, werden von anderen Verwaltungen übernommen.“ Der Behördenchef rechnet damit, dass die zentrale Beschaffungsstelle der Bundesfinanzverwaltung, die ebenfalls im Gebäude am Friedrichsring untergebracht ist, expandieren wird und dann auch BfB-Mitarbeiter übernehmen könnte. Haake schlug zudem vor, die Behörde, die die neue Luftverkehrsabgabe einziehen soll, in Offenbach anzusiedeln.

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