Ungebrochene Lust am Detail

Brit Floyd zelebriert Sound von Pink Floyd

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Damian Darlington ist Sänger und Lead-Gitarrist der Band Brit Floyd, „der Welt großartigste Pink Floyd Show“.

Offenbach - Pink Floyd sind eine der bedeutendsten und erfolgreichsten Bands der Rockgeschichte. Sie noch einmal wiedervereint auf der Bühne zu erleben, dürfte allerdings so wahrscheinlich sein wie ein Privatflug zur dunklen Seite des Mondes.

Doch es gibt einige vorzügliche Cover-Bands, die es verstehen, das Live-Erlebnis Pink Floyd so authentisch wie möglich auf die Bühne zu bringen. The Australian Pink Floyd Show ist die eine und Brit Floyd, die am 31. Oktober im Capitol Offenbach auftreten werden, die andere. Sänger und Gitarrist Damian Darlington hat in beiden Bands gespielt. Christian Riethmüller sprach mit ihm.

Sie haben 17 Jahre lang in der Australian Pink Floyd Show gespielt und sind nun seit vier Jahren Frontmann von Brit Floyd. Was ist der Unterschied? 

Weniger Kängurus! Nein, ich wollte nach 17 Jahren meine eigene Band, die sich noch detaillierter mit den Songs beschäftigt, noch tiefer in den Sound eintaucht.

Pink Floyd waren ja wegweisend in Sachen Sound und Technik. Brauchen Sie daher viel Equipment, um etwa den spezifischen Gitarrenklang von David Gilmour hinzubekommen? 

Gilmour hat seinen Sound ja über Jahre entwickelt. So war es auch bei mir. Früher hat man tatsächlich ein großes Board voller Effektgeräte gebraucht, um diese verschiedenen Phasen vorführen zu können, doch heute ist die Technik viel weiter. Mir reicht jetzt eine Box, die so viele Sounds gespeichert hat, dass ich die Gitarrenparts von Gilmour wirklich sehr authentisch spielen kann.

Brauchen Sie wie Pink Floyd ebenfalls ein Dutzend Lastzüge, um die ganze Technik zu transportieren? 

Nicht ein Dutzend, aber zwei Trucks haben wir schon. Wir präsentieren nicht nur die Musik so nahe am Original wie möglich, sondern haben auch Licht und Laser wie bei einer Pink Floyd-Show. Und natürlich das aufblasbare Schwein.

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Spielen Sie ganze Alben nach? 

Nein, wir präsentieren Songs von wichtigen Alben wie ,Wish you were here’, ,Dark Side of the Moon“ und „The Wall“, aber auch anderes Material etwa aus der Anfangszeit mit Syd Barrett.

Orientieren Sie sich an den Setlists früherer Pink Floyd-Konzerte? 

Wir haben mit Brit Floyd ein eigenes Programm. Ich habe in den vergangenen 20 Jahren gut 2000 Floyd-Shows gespielt, da weiß man, was funktioniert.

Haben Sie eigentlich noch Zeit, eigene zu komponieren und aufzunehmen? 

Gelegentlich schon. Ich spiele immer mal wieder mit meinem Akustik-Projekt, mit dem wir auch auftreten. Und ich nehme Instrumentalmusik auf.

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