Bücherei-Projekt

Kinder lernen mit Vierbeinern lesen

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Lesehund „Bonny“, ein Briard (französischer Hütehund), steckt in der Stadtbibliothek in Offenbach ihre Schnauze in ein Kinderbuch.

Offenbach - Leseschwache Grundschüler lesen einem Hund vor - mit dieser Idee will die Kinderbibliothek Offenbach den Spaß am Schmökern wecken und die Lesefertigkeit der Kinder verbessern.

Der französische Hütehund Bonny wurde von klein auf für seine Aufgabe als Lese- und Schulhund trainiert. Zusammen mit seiner Besitzerin und Bibliotheksmitarbeiterin Yasmina Förster hört der Vierbeiner den Schülern einmal in der Woche zu. "Der Hund hilft, Hemmungen beim lauten Lesen abzubauen" erläuterte Förster am Donnerstag. Für die etwa 15 Minuten dauernden Einheiten wählt Förster den Fähigkeiten der Kinder entsprechende Bücher aus. Außerdem besucht Bonny Klassen einer Sprachheilschule in Offenbach. Das kostenlose Angebot soll auf Kindergärten ausgedehnt werden. Das Bücherei-Projekt läuft schon seit vergangenem September. Die Bibliothek sei Vorreiter in Deutschland, betonte Leiterin Nicole Köster. Die Idee des Lesehunds stammt ursprünglich aus den USA. In Deutschland gibt es nach Angaben der bundesweiten Projektorganisatoren rund 80 Lesehund-Teams. Andreas Gold, Professor für pädagogische Psychologie an der Frankfurter Goethe-Universität, wertet den Einsatz des Lesehunds als "gute Sache, wenn es dazu führt, dass leseschwache Kinder die Angst vorm Vorlesen verlieren".

Leserbilder zum Welthundetag 2015 (Teil drei)

dpa

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