Bürgerinitiative gegen Fluglärm: „Gipfel des Zynismus“

+
Bürgerinitiative Luftverkehr Offenbach ruft zu Demo in Mainz auf.

Offenbach - Eine Verhöhnung der Menschen in der Region und der Gipfel des Zynismus sei es, wenn die Lufthansa fordere, die Eröffnung der neuen Frankfurter Landebahn zu verschieben, bis das Bundesverwaltungsgericht entschieden habe. Von Thomas Kirstein

So wettert die Bürgerinitiative Luftverkehr Offenbach (BIL) gegen die Reaktion des Unternehmens auf den Beschluss des Verwaltungsgerichtshofs Kassel, keinen Flugbetrieb zwischen 23 und 5 Uhr zuzulassen. „Dann dürfte nämlich weiterhin nachts geflogen werden“, erkennt BIL-Sprecherin Ingrid Wagner: „Mit diesem Weh- und Wutgeheul soll das Bundesverwaltungsgericht so beeinflusst werden, dass es letztlich doch ein paar Nachtflüge erlaubt.“ Und dann werde es die nächsten Jahre kontinuierliche Bedarfssteigerungen geben.

Offenbachs Fluglärmgegner erwarten, dass sich nach der Lufthansa Fraport zu Wort meldet und die Gefahr für die Arbeitsplätze thematisieren wird, bevor andere Fluggesellschaften den wirtschaftlichen Niedergang der Region beschwören.

„Betrug und Volksverdummung“

Alle Artikel zu diesem Thema finden Sie in unserem Stadtgespräch

„Aber keiner von denen erinnert sich, dass sie und die Landesregierung das Nachtflugverbot mit beschlossen haben“, empört sich Ingrid Wagner, „die Dimension dieses Betrugs und dieser Volksverdummung ist unsäglich.“ Um der Forderung nach Nachtflugverbot - und zwar von 22 bis 6 Uhr - Nachdruck zu verleihen, sollen sich die Menschen aus Stadt und Kreis am 22. Oktober an der um 11 Uhr am Mainzer Hauptbahnhof beginnenden Demo „Rhein-Main gegen den Fluglärm!“ beteiligen. Die BIL trifft sich am Ostbahnhof, Abfahrt ist um 9.58 Uhr.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare