Endlich wieder gut bedacht

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Strahlend blau und mit Ursula Zepters „Waldhof-Bild“ versehen ist das neue Buswartehäuschen an der Ottersfuhrstraße. So soll es diesmal auch bleiben...

Waldhof - In neuem Glanz erstrahlt seit Montag das Buswartehäuschen an der Haltestelle Ottersfuhrstraße. Mehrfach war dieses im Laufe des Jahres von Vandalen schwer beschädigt worden. Von Sebastian Schwarz

Unrühmlicher Höhepunkt war im Mai die Zerstörung der Leuchtreklame, die dabei in Flammen aufging. Als Konsequenz des wiederholten Vandalismus hatten die „Offenbacher Stadtinformation Gesellschaft“ (OSG) als Betreuer der Bushäuschen in Offenbach und die Betreiberfirma „Ströer Deutsche Städte Medien“ damals beschlossen, vorerst keine neue Wartehalle dort aufzustellen. „Das war nicht nur ein finanzieller Verlust, es ist auch sehr gefährlich, wenn da die blanken Elektrodrähte aus dem Boden ragen“, sagt Stadtsprecher Matthias Müller. Aber Offenbach sei keineswegs ein Schwerpunkt des Vandalismus, betont er. „Wir bewegen uns, was das angeht, im Schnitt des Rhein-Main-Gebiets.“

Dass nun doch wieder eine Buswartehalle an der Ottersfuhrstraße ihrer Bestimmung übergeben wurde, haben die Waldhofer vor allem dem engagierten Einsatz ihrer Bürgerinitiative  Arbeitskreis Waldhof zu verdanken. Mit Hilfe von Frank Weber vom Ordnungsamt haben sie die Firma Ströer gemeinsam überzeugt. Schließlich könne es nicht angehen, dass Menschen, die dort auf den Bus warten, Wind und Wetter schutzlos ausgeliefert sind. Neu ist das Häuschen eigentlich nicht. Ströer hat an dem Standort einen gebrauchten Unterstand aufgestellt. Mit Pinsel und Farbe bewaffnet, durften anschließend die Jugendlichen aus Waldhof dafür sorgen, dass die Wartehalle wieder wie neu aussieht. Knallblau haben sie das metallene Gestänge angestrichen. Als kleine Besonderheit wurde zudem das bekannte „Waldhof-Bild“ von Ursula Zepter angebracht. Das Motiv der Collage hat sich seit seiner Entstehung 1999 zu einer Art Markenzeichen für den Stadtteil Waldhof entwickelt.

Dass die Jugendlichen beim Bau miteinbezogen wurden, darauf legten alle Beteiligten besonderen Wert. „Gemeinsam mit den jungen Leuten ist hier etwas Neues entstanden. Uns war es wichtig, sie dabei mitzunehmen“, unterstrich Weber. Denn es sei das Wichtigste, dass die Jugendlichen die neue Wartehalle nun auch annehmen. Zudem habe man damit ein „ganz klares Zeichen für Gemeinschaft und gegen Vandalismus“ setzen wollen. Erfreut über den Einsatz zeigt sich Matthias Müller. „Die Jugendlichen haben mit ihrer Mitarbeit Verantwortung bewiesen“, lobt Müller. Optimistisch nach vorne blickt auch Steffen Deckert, stellvertretender Regionalleiter bei Ströer. „Ich habe eine gewisse Zuversicht, dass die Wartehalle diesmal angenommen wird“, sagt er.

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