Für Autos, Radler und Fußgänger gesperrt

Einschwimmen der Carl-Ulrich-Brücke

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Die Brücke im Februar.

Offenbach - Mit Pontons, Seilen und Winden soll die Carl-Ulrich-Brücke am nächsten Montag an ihre Position gebracht werden. Dafür wird sogar der Main gesperrt.

Das Einschwimmen ist in diesem Fall keine Vorbereitung auf einen sportlichen Wettkampf. Hinter diesem Begriff verbirgt sich vielmehr eine technische Meisterleistung, die von beiden Mainufern aus zu bewundern ist. Für den Neubau der Carl-Ulrich-Brücke ist das Einschwimmen des Stahlmittelteils für Montag, 28. April, vorgesehen. Das heißt auch: Die alte Mainquerung ist am Sonntag, 27. April, und Montag, 28. April, aus Sicherheitsgründen für Autofahrer, Radler und Fußgänger komplett gesperrt.

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Die 238 Meter lange Brücke ist in die Jahre gekommen. 1952/53 erbaut, ist sie nur noch mit Einschränkungen zu nutzen. Als Ersatz errichtet Hessen Mobil an gleicher Stelle eine etwas breitere Stahlverbundbrücke; dadurch gibt es mehr Platz für die Geh- und Radwege. Und durch die Vergrößerung der maximalen Stützweite für die Mittelöffnung von derzeit 41,10 auf 112 Meter wird die Mainschifffahrt begünstigt.

Nun also das Einschwimmen des 150 Meter langen, 1100 Tonnen schweren, vormontierten Mittelteils. Es wird am Sonntag auf mobile Schwerlastplattformen hochgebockt und über Rampen auf zwei im Wasser schwimmende Pontons gefahren. Am Montag lenken die Firmen ab 5 Uhr mit Hilfe von Seilen und Winden die Pontons in Position. Dabei muss das Brückenmittelteil im Wasser um 90 Grad gedreht werden, bis es seitlich neben der alten Brücke auf den Hilfsstützen abgesetzt werden kann. Die Arbeiten dauern den ganzen Tag und müssen um 20 Uhr beendet sein.

Großbaustelle Carl-Ulrich-Brücke

Großbaustelle Carl-Ulrich-Brücke

mk

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