Carsten und die Detektive

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Nein, ominöse Superhelden gibt´s bei den OFC-Handballern nicht Eine Betreuerin hatte sich als Zebra verkleidet und spielte eine entscheidende Rolle in der Geschichte zur gruseligen Nachtwanderung.

Offenbach - Neben Training, Punktspielen und Qualifikationsturnieren gibt es für die jüngsten OFC-Handballer einen Saisonhöhepunkt: Die Jugendfahrt in den Sommerferien. Von Moritz Jansen

Auch die sechste Auflage in Wetzlar war ein Erfolg: 40 Teilnehmer, 15 Betreuer, 5 Tage Spaß. Das Motto lautete in diesem Jahr: „Komm schnapp sie dir!“ Wer dabei an Pokémon dachte, sah sich getäuscht: Die Kinder nahmen die Rollen der Detektive ein, die Betreuer die der Finstermänner.

Erst im Dezember erfuhren diese und andere Aktivitäten der Kickers-Abteilung höchste Anerkennung: Der Deutsche Handball Bund zeichnete die OFC-Handballer mit dem Vereinsjugendpreis aus für „hervorragende Leistungen in der überfachlichen Kinder- und Jugendarbeit“. Wie diese aussehen kann, erlebten die jüngsten Handballer nun hautnah. Ihre Aufgabe in Mittelhessen: Sie mussten, zusammengeschlossen in verschiedene Detekteien, die Betreuer um Jugendwart Carsten Wirth im Lauf der Woche bei ihren Gaunereien erwischen.

Am ersten Tag war zunächst die Beobachtungsgabe der Teilnehmer gefordert: Fotos der Betreuer, jeweils am Computer etwas bunt gemischt und verschmolzen, mussten zugeordnet werden  - ein Riesenspaß. Abends wurden die jungen Handballer erneut auf die Probe gestellt. Unter anderem sollten Geheimnisse der Betreuer aufgedeckt werden.

Am nächsten Tag bastelten die Buben und Mädchen Traumfänger und versuchten sich im Baseball, ehe wieder ein so genanntes Themenspiel anstand. Möglichst viele Klammern sollten an Betreuern vorbeigeschmuggelt, in Spielchips getauscht und schließlich auf „Detektivbüros“ gesetzt werden. Lieber alle Chips auf ein Büro? Oder auf jedes Büro einen Chip? Die Kinder lösten ihre Aufgabe mit Bravour.

Am Ende erhielten alle Kinder ihre wohl verdienten Rangabzeichen.

Lohn: Die erfolgreichen Detektivbüros stiegen einen Rang in der Polizeizentrale auf. Aber auch durch Hilfsbereitschaft und nettem Umgang konnte man sich auszeichnen und seiner Karriere als Polizist auf die Sprünge helfen; Gegenteiliges galt für Beleidigungen oder fiesen Umgang... Natürlich durfte eine Stadtrallye nicht fehlen. Die sieben OFC-Büros wurden, in Begleitung von Betreuern, nach Wetzlar geführt und mussten dort viele verschiedene Dinge sammeln, die auf einer Liste vermerkt waren - ohne Bargeld, versteht sich. Zeit zum Ausruhen gab es an diesem Tag nicht. Es folgte eine Nachtwanderung mit und ohne Gruseleinlagen.

Ruhiger Schlaf war indes für den nächsten Tag wichtig, denn beim „Wetzlar Yard“ wurden müde Beine leider nicht mit dem ersten Platz belohnt. Doch auch Allgemeinwissen, Orientierungssinn und Offenheit gegenüber Wetzlars Einwohnern konnten zum Sieg führen; bei einer Gruppe kam wohl alles zusammen - sie löste in weniger als zwei Stunden alle Aufgaben und kehrte zurück in die Jugendherberge.

Bei den Staffelspielen demonstrierten die Handballer ihre Sportlichkeit, ehe nochmals Arbeit auf die Detektive wartete: In der näheren Umgebung musste ein Mord aufgedeckt werden. Dazu wurden die renommiertesten Detektivbüros engagiert - alle Betreuer standen unter Tatverdacht und bei der Auflösung kam es schließlich zu einem Tumult, dem der Täter entkommen konnte. Abends öffnete dann ein „Spielkasino. An acht Stationen (Vier gewinnt, Daumencatchen, Schnick-Schnack-Schnuck) ergatterten die Kinder Münzen, die sie in Cocktails, Obstspieße und Baguettes umtauschen konnten. Und nach den Ferien sammelt der OFC-Nachwuchs anstelle von Beweismitteln hoffentlich ebenso eifrig Punkte...

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