Steilvorlage

CDU amüsiert über Antrag zu Gen-Essen

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Offenbach - Eine solche Steilvorlage lässt die Opposition nicht ungenutzt passieren: Nachdem die Koalition auf Anregung der Grünen einen Antrag fürs Stadtparlament präsentierte, wonach in Kitas kein gentechnisch verändertes Essen mehr serviert werden soll, erinnert die CDU genüsslich daran, dass diese Forderung längst erfüllt ist.

CDU-Fraktionschef Peter Freier stellt deshalb klar, die Union werde den vorliegenden Antrag nicht unterstützen – weil er eben überflüssig sei. „Sämtliche Forderungen des Antrags werden bereits tagtäglich in den Kitas erfüllt“, so Freier. Zum einen habe der Magistrat in seiner Antwort auf einen Prüf- und Berichtsantrag der Koalition im Jahre 2006 geantwortet, dass nur Lieferanten beauftragt würden, die zertifiziert garantierten, dass keine gentechnisch veränderten Lebensmittel verwendet beziehungsweise geliefert und beim Einkauf ebenfalls keine gentechnisch veränderten Lebensmittel erworben würden. Zum anderen sei es längst Praxis des Eigenbetriebs Kindertagesstätten Offenbach (EKO), beim Bezug von Nahrungsmitteln auf den Verzicht von künstlichen Aromastoffen, Geschmacksverstärkern und Konservierungsstoffen zu achten und bei der Zubereitung von frischen Speisen regionale und saisonale Produkte zu verwenden. Beides begrüße die CDU-Fraktion ausdrücklich. Freier: „Der von den Grünen initiierte Antrag ist ein schlecht recherchierter Schaufensterantrag.“

Verwundert bis amüsiert ist die Union zudem darüber, dass Sozialdezernent Peter Schneider und EKO-Chef Hermann Dorenburg offenbar das Vorhaben der Koalition gut finden. Beide hatten öffentlich bekundet, den Antrag zu unterstützen. „Die Unkenntnis im Zusammenhang mit der Kita-Verpflegung hat mich sehr erstaunt“, sagt Freier. Die öffentliche Unterstützung offenbare, dass die beiden offensichtlich keine Kenntnis von der Praxis der Mahlzeitenzubereitung für Kinder im Eigenbetrieb hätten. Denn sonst wüssten sie, dass die Forderung seit Jahren umgesetzt werde.

mad

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