88 Abgeordnete aus Hessen in Hamburg dabei

Vor dem CDU-Parteitag: Wie positionieren sich die Delegierten aus der Region?

Offenbach - Die Spannung wächst: Auf dem CDU-Parteitag in Hamburg wird heute ein Nachfolger für die scheidende Vorsitzende Angela Merkel gesucht. Am Nachmittag ist klar, wer den Dreikampf zwischen Annegret Kramp-Karrenbauer, Jens Spahn und Friedrich Merz gewonnen hat.

Kurz vor dem großen Showdown zeigt der ARD-„Deutschlandtrend“, dass Kramp-Karrenbauer die Favoritin vieler CDU-Anhänger bleibt. 47 Prozent von ihnen sind der Ansicht, sie sollte neue CDU-Chefin werden (plus 1 Prozentpunkt im Vergleich zum Vormonat). 37 Prozent plädieren für den früheren Unionsfraktionschef Merz (plus 6), 12 Prozent sprechen sich für Spahn aus (unverändert).

Auf alle Wahlberechtigte gesehen fallen die Präferenzen ähnlich aus: Wie im Vormonat sprechen sich im aktuellen „Deutschlandtrend“ 45 Prozent der Befragten für Kramp-Karrenbauer aus, 30 Prozent für Merz und 10 Prozent für Spahn. Insgesamt gewinnt die Union von CDU und CSU vier Prozentpunkte hinzu und kommt auf 30 Prozent.

Merkel eröffnet historischen CDU-Parteitag in Hamburg

Unter den 1001 Delegierten sind 88 aus Hessen. In Interviews mit unserer Zeitung äußerten sich Vertreter aus Rhein-Main im Vorfeld des CDU-Parteitags zu ihren Favoriten für den Parteivorsitz:

Björn Simon, CDU-Bundestagsabgeordneter aus Obertshausen, zeigte sich besonders überrascht von der Merz-Kandidatur; er will ihn heute auch wählen. Sigrid Isser, Offenbacherin und Mitglied im Bundesvorstand der Frauen-Union, wundert sich, dass sie Merz seit Jahren auf keinem Bundesparteitag gesehen hat. Auch Neele Schauer (Offenbach/Landesvorstand Frauen-Union) wurde von der Merz-Bewerbung überrascht. Patricia Lips (Bundestagsabgeordnete Wahlkreis 187) freut sich über den Schritt des Ex-Fraktionschefs. (psh)

Rubriklistenbild: © Archivbild: dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare