Chaos nach Straßensperrung

Kommentar: In die Irre geleitet

Veralbert gefühlt haben dürften sich viele Autofahrer, die gestern früh von Heusenstamm nach Offenbach oder umgekehrt fahren wollten. Es gab keine wirklich sichtbaren Hinweise an den Abzweigungen zur Landesstraße 3405 - weder in Offenbach noch in Heusenstamm.

Hunderte Autofahrer mussten vor den Warnbaken drehen, manche haben’s ignoriert und dafür bezahlt. Zumal die Straße am Tag zuvor - entgegen aller Ankündigungen - ja noch offen war.

Wie man eine Umleitung, die täglich mehr als 10.000 Verkehrsteilnehmer betrifft, derart stümperhaft ausschildern kann, bleibt ein Rätsel. Mehrere Treffen der Verantwortlichen zur Absprache hat es vorher gegeben. Ob die Firma, die die Schilder aufstellen sollte, dabei war, ist unbekannt. Ebenso fehlt die Antwort auf die Frage, warum nicht - wie angekündigt - schon am Montag gesperrt wurde. Und auch, ob die Beschilderung kontrolliert wurde, ist unklar.

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Chaos hat die Behörde angerichtet, die seit Januar „Hessen Mobil“ heißt. Der Name allein ändert eben nichts an den Gegebenheiten. Skeptiker hatten schon vorher befürchtet, dass auch ein Name mit angehängtem „super-hyper-mobil“ nichts an der Trägheit des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen ändern würde. Eine Behörde, die an einem Montag um 16.45 Uhr nicht mehr zu erreichen ist, ist alles, nur nicht modern und flexibel. Das aber darf man auch von Staatsbeamten erwarten - anstatt Autofahrer in die Irre zu leiten.

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